Auch der vierte Fall des Commissario di Bernardo im musikalischen Setting ist genial
"Commissario Di Bernardo warf einen zweifelnden Blick in den Spiegel und richtete die schlanke, petrolfarbene Krawatte, die Alberto ihm aus Wien mitgebracht hatte - Poly-Mikrofaser, denn >>echt Papa, wer trägt denn noch Seide, hast du mal das Video gesehen, was mit den Raupen passiert?<< Seufzend trat er aus der Tür seines Hauses in Monteverde Vecchio. Der Junge konnte einem auch wirklich alles verderben. Erst die Arrosticini, dann die handgefertigten Lederschuhe und jetzt die Seidenkrawatten." (Seite 15)Und da war er wieder, der mir so sympathische Commissario, auf den ich drei Jahre warten musste. Und auch das außergewöhnlich heterogene Team tritt schnell in Erscheinung, denn Questore Borghese stellt seinen möglichen Nachfolger Daniele Conti vor, den keiner in der Questura auf dem Schirm hatte und sich gegen ihn verwehren und als dann auch noch die neue Ispettrice vorgestellt wird, ist alles durcheinandergewirbelt.Dann wird ein Mann erstochen in er Stadt aufgefunden und das Team hat zu ermitteln. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote Musiker eines Quartetts war und vielleicht sind die anderen auch in Gefahr?Und wieder sind wir mittendrin in einem Fall, der in der Musikszene spielt. Einem Fall, so verworren, wie manchmal das Team im Dunklen tappt und nur mithilfe der neuen Kollegin auch erfolgreich nach vielen Verwirrungen und einem weiteren Toten gelöst werden kann.Es ist spannend bis zur letzten Seite, man fiebert mit und die Unterbrechungen durch die QR-Codes, die zu von der Autorin gespielten klassischen Musikstücken führen sind wunderbar eingebaut. Das hat mir bereits im Buch zuvor DI BERNARDO gut gefallen. Natasha Korsakova ist nicht nur eine international engagierte und gefeierte Violinistin, sie ist auch eine wahnsinnig gute Krimiautorin, die mit ihrem vierten Buch QUARTETT um Commissario Di Bernardo wieder einmal die Musik und den Krimi auf absolut genialste Weise verbindet. In diesem Teil hat mir die Rolle der Giulia gut gefallen und das Ende lässt doch auf eine Fortsetzung, spricht fünften Teil hoffen. Ich kann diese Reihe absolut nur empfehlen, ich mag die Figuren, ich mag das Setting in Rom, ich mag die Musik, die ein große Rolle spielt und vor allem die Art, wie mich die Autorin durch die Seiten fliegen lässt. Ein Krimi, der mich wieder mitgerissen hat und in seiner Art unverwechselbar ist. Und wer es schafft, sollte eine Lesung von Natasha Korsakova besuchen. Dort kommt man immer in den Genuss von live gespielten Stücken der Autorin und Violinistin. Große Empfehlung!