»Bislang liegt über Bardili keine nennenswerte Literatur vor. [ ] Diese Lücke schließt nun die vorgelegte Monographie, [ ] um so ein Werk vorzustellen, das zwar heute weitgehend in den Hintergrund gerückt oder oft schlicht vergessen ist, das es gleichwohl wie die Vf. überzeugend zu zeigen vermag verdient hat, wieder stärkere Beachtung zu finden, weil es zu zentralen Fragestellungen, wie sie im Bereich der klassischen deutschen Philosophie wichtig und bestimmend geworden sind, eine häufig zweifellos eigenwillige, aber trotzdem wegen seines hohen Grades an Originalität und seiner radikalen, wenn auch bisweilen exzentrisch anmutenden, Alternativstellung bedenkenswerte Anstöße bietet. [ ] Insgesamt leistet die Vf. mit ihrer Monographie Hervorragendes und Vorbildliches: Sie zeichnet den Denkweg und das System Bardilis in ihrer Entwicklung und ihren Inhalten nach. Die wesentlichen Grundzüge, die sich für die Debatten, Streitgespräche und [. . .] philosophischen Konstellationen der Zeit als so bedeutsam erwiesen, werden prägnant aufgewiesen und mit denkerisch höchster Souveränität durchdrungen. «
Dirk Cürsgen, Philosophische Rundschau