Die Tendenz ist ungebrochen, globale und regionale Machtstrukturen nach dem Muster von Hegemonien zu formen und sie als Nullsummenspiele aufzuführen. Warum haben Formen von Ko-Evolutionen bisher nur geringe Realisierungschancen, während Illusionen der reinen Machtpolitik weit verbreitet sind? Das Buch zeigt Lösungsansätze für diese Fragen.
Deutet sich die Neuauflage des Ost-West-Konflikts oder das Entstehen einer multipolaren Machtstruktur an? Das Festhalten der USA an Hegemonialvorstellungen kann beides bewirken. Ist für Europas Zukunft die Ausrichtung auf Eurasien oder auf Nordamerika vorteilhafter? Bislang dominieren Nullsummenspiele die Beziehungen der Global Player untereinander. Geeignete Theorien für Ko-Evolutionen sind noch zu entwickeln. Der Rekurs auf gescheiterte Modelle der Vergangenheit - wie das Fünfmächtesystem des 19. Jahrhunderts - kann helfen, Fehler in der Neustrukturierung der internationalen Beziehungen zu vermeiden. Der Ausrichtung auf ein globales Gemeinwohl steht derzeit der dominierende Kampf um die Durchsetzung von unterschiedlichen Wertesystemen entgegen - dieses Buch zeigt Lösungsansätze auf.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt: Differenz zwischen globaler und dualer Hegemonie Formen multipolarer Machtstrukturen Ko-Evolution statt Hegemonie Das Ende des «unaufhaltsamen Aufstiegs der US-amerikanischen globalen Demokratie» Die komplexe Herrschaftsstruktur Chinas Verortung Russlands Ungleiches Verhältnis China-Indien.