Wer über die Automobilgeschichte des 20. Jahrhunderts spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Citroën DS.
Rogé Rémond widmet diesem UFO der Straße in seinem Werk Citroën DS Göttin und Ikone eine Hommage, die ebenso elegant daherkommt wie das Fahrzeug selbst.
Ein Denkmal auf Papier
Rémond schafft es, die komplexe Entwicklungsgeschichte der Déesse (französisch für Göttin) für jedermann (be)greifbar zu machen. Das Buch ist keine trockene Aneinanderreihung technischer Daten, sondern eine lebendige Erzählung. Von der spektakulären Premiere auf dem Pariser Autosalon 1955, bei der die DS innerhalb weniger Minuten tausende Käufer fand, bis hin zu ihrer Rolle als technologischer Vorreiter der Autor führt den Leser stilsicher durch die Jahrzehnte.
Wobei auch heute noch die Feststellung Ästhetik trifft auf Technik absolut korrekt ist. Nicht nur die optische Gestaltung der Göttin ist besonders hervorzuheben. Dieser Gesichtspunkt wird vom Motorbuch Verlag, bekannt für hochwertige Bildbände, mit großformatigen Fotos, die die unverwechselbare Silhouette der DS perfekt in Szene, unterstrichen. Man versteht beim Blättern sofort, warum dieses Auto nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Designobjekt war. Gleichzeitig erklärt Rémond die revolutionäre Hydropneumatik so verständlich, dass man kein Studium der Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Automobiltechnik absolviert haben muss, um die Genialität dahinter zu begreifen.
Citroën DS Göttin und Ikone ist ein Muss für Liebhaber französischer Lebensart und Technikgeschichte. Es ist ein Buch zum Schmökern, Staunen und Träumen.
Rogé Rémond ist ein wunderbares Porträt gelungen, das zeigt, warum die DS auch über 70 Jahre nach ihrer Geburt noch immer als das futuristischste Auto aller Zeiten gilt.
Dieses Auto ist und bleibt Die Göttin!