Tolles Wordbuilding
Ich fange mal oberflächlich an. Das Cover ist ein echter Hingucker. Gold, Kronen, Wüstenvibes, genau mein Ding. Ich habe es angeschaut und dachte mir sofort, ok, das will episch werden. Und ganz ehrlich, der Einstieg hat mich auch direkt erwischt, denn Sara Hashem wirft einen ohne viel Vorwarnung in eine Welt voller Machtspiele, Geheimnisse und einer Protagonistin, die so viel zu verlieren hat, dass man schon beim Lesen leicht schwitzige Hände bekommt.Die politische Spannung fand ich richtig gut. Es fühlt sich an wie ein Schachspiel, bei dem jeder Zug über Leben und Tod entscheidet. Und obwohl das Worldbuilding teilweise sehr dicht ist, hatte ich nie das Gefühl, völlig verloren zu sein. Die Kultur, die Magie, die Vergangenheit dieses zerstörten Königreiches, das alles hat mich wirklich abgeholt.Was ich besonders mochte, war die Protagonistin. Sie ist clever, misstrauisch, verletzt und trotzdem mutig. Ich mag es, wenn Figuren nicht perfekt sind, sondern spürbare Narben mit sich herumtragen. Der Love Interest hat mir auch gefallen, obwohl ich zwischendurch dachte, mein Gott, könnt ihr beide bitte einmal ehrlich miteinander reden, bevor die Welt untergeht.Ein kleiner Kritikpunkt:An manchen Stellen fühlt es sich so an, als würde das Buch gleichzeitig rennen und trödeln. Manche Kapitel haben richtig Power, andere hängen ein bisschen durch, obwohl sie wichtige Infos enthalten. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.Fazit:Ein politischer, intensiver Fantasyauftakt mit großartigem Worldbuilding. Nicht perfekt, aber sehr fesselnd und absolut empfehlenswert.