Vermisst wird der zehnjährige Alfie Risby, aber um ganz ehrlich zu sein: Er ist ein kleines Arschloch.
Dieses Zitat aus den Endpapers hat mich sofort gekriegt und genau so geht es im Buch weiter!
Florence Ex-Girlgroup-Mitglied, alleinerziehend, überfordert, herrlich planlos und leicht depressiv stolpert durchs Leben und tut alles für ihren Sohn . Dylan, tierlieb, unbequem und super ökologisch engagiert, wirbelt ihr Leben ordentlich durcheinander . Genau wie seine Mutter eckt er an und wird gemobbt trotzdem kann man ihn einfach nicht nicht mögen.
Dann verschwindet Alfie, der Sohn eines Tiefkühlimperiums. Dylan gerät sofort unter Verdacht. Florence kämpft, um ihn reinzuwaschen, trifft chaotische Entscheidungen und wächst dabei über sich hinaus. Gleichzeitig schleichen sich Zweifel ein: Ist Dylan wirklich unschuldig, oder steckt er doch irgendwie dahinter?
Das Zusammenspiel der perfekt inszenierten High-Society-Mütter und Florences chaotischer Art ist einfach spannend zu beobachten . Am meisten mochte ich aber Florences Entwicklung: von der phlegmatischen, überforderten Mama zur echten Kämpferin für ihr Kind . Und diese bedingungslose Liebe!
Kurzmeinung: Ein fesselndes, emotionales Debüt über Löwenmütter, Loyalität und die Grenzen, die man für seine Kinder überschreitet.
4,5 Sterne