"Sarah Schafft das" ist ein weiteres Buch aus Tom Percivals Reihe "Der starken Gefühle", die inzwischen aus fünf Bänden besteht. Jede Geschichte widmet sich einem anderen emotionalen Thema und lädt Kinder dazu ein, sich selbst und ihre Empfindungen besser zu verstehen - mal laut und wild, mal leise und nachdenklich. Diese Geschichte gehört zur letzteren Kategorie.¿¿ Worum geht's?Sarahs Welt steht eines Tages auf dem Kopf - wortwörtlich. Nichts gelingt mehr und sie verliert die Lust an Dingen, die sie einst geliebt hat, und zieht sich immer weiter zurück. Erst als sie einen kleinen Marienkäfers beobachtet, der hartnäckig versucht vom Rücken wieder auf die Beine zu kommen, fasst sie neuen Mut und lernt: Auch wenn es schwerfällt, der erste Schritt zählt und dann der nächste, bis ihre Welt wieder richtig ist. ¿¿ Mein Eindruck¿ Die Illustrationen unterstreichen die Geschichte gekonnt: Die Farben verblassen, Formen kippen, die Rückkehr zur Farbe erfolgt subtil und schrittweise. Sie ist so eine gelungene Metapher für die schrittweise wiedererlangte Stabilität. ¿ Ich mag die Offenheit der Erzählung, auch wenn sie für das Verständnis ein begleitendes Vorlesen voraussetzt (und vllt. auch erst ab 5/6 Jahren passend ist). Weil die Ursache nicht konkret benannt wird, lässt sich das Buch individuell auf die Lebenswelt des Kindes beziehen. (Streit mit Freunden, Umzüge, Verlust, plötzliche Veränderungen oder einfach ein Entwicklungsphase.) ¿ Es ermutigt zum Nachfragen und gemeinsamen Deuten.¿ Die Geschichte vermittelt kindgerecht: Man muss nicht alles immer schaffen - wichtig ist, dass man es versucht. Und dass Rückschläge und schwere Zeiten dazugehören. Ein Buch ganz im Sinne des Growth Mindset-Gedanken.