
DEFA-Dokumentarfilme eröffnen in ihrer Vielfalt einen unvergleichlichen Einblick in Gesellschaft und Kultur der DDR. Das breite Spektrum an Produktionen für unterschiedliche Auftraggeber und Zielgruppen bildet in seiner Gesamtheit einen uneinheitlichen und kaum zu überblickenden Filmkorpus, der eine wichtige Quelle für die Geschichte der DDR darstellt.
Wie aber wurden diese Filme hergestellt? In welchem Verhältnis standen institutionelle Vorgaben und individuelle Handlungsräume im Filmstudio? Welche Kontinuitäten und Brüche prägten das Dokumentarfilmschaffen in den 1980er Jahren und über das Ende der DDR hinaus? Und schließlich: Wie viel von alledem spiegelt sich in den Produktionen wider?
Diesen Fragen geht Sinja Gerdes mit einem neuen Forschungsansatz nach, der die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Institution DEFA, den entstandenen Filmen und den beteiligten Filmschaffenden untersucht und die vielschichtigen Strukturen, welche jede Produktion von der ersten Idee bis zur Auslieferung formten, erhellt.
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