Kleine Frage: Haben Sie schon mal mit ihren Kindern gezeltet oder eine abendliche(bzw.Nacht-)Wanderung gemacht?
Maras Großeltern leben auf dem Land und an diesem Wochenende steht dem Mädchen ein besonderes Erlebnis bevor: sie und Opa wollen eine Nacht am Teich zelten gehen. Mit Zelt, Schlafsack und Matratze ausgerüstet, bauen die beiden alles auf, während es noch hell ist. Dann versinkt die Sonne und kurz darauf machen sich Mara+Opa im letzten Dämmerlicht mit Taschenlampe auf zu einer kleinen nächtlichen Exkursion. In Zeiten von Lichtverschmutzung und Lärm ist es für das kleine Mädchen etwas ganz Besonderes, fest an Opas Hand, die Geheimnisse der Tiere in der Nacht zu entschlüsseln. Und so schalten sie auch bald ihre Taschenlampen wieder aus(obwohl Mara in ihrem Licht die Augen vom Fuchs reflektieren sah!). Sobald sich ihre Augen an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt haben, sieht Mara immer mehr Dinge rund um den Teich: Fledermäuse sausen herum, ein Igel kreuzt ihren Weg und Mond und Sterne funkeln über ihnen. Zurückgekehrt, schlafen sie bei Grillenzirpen und Froschquaken schließlich ein. Am ganz frühen Morgen dann kommt Oma mit Hund (und heißem Kakao!) vorbei, damit sie einen wunderschönen Sommer-Sonnenaufgang erleben können, während die Vögel laut zwitschernd den aufkommenden Tag begrüßen. Juli Litkei hat viele, fast magisch leuchtende, Illustrationen zu dieser anheimelnden Natur-Geschichte geschaffen.Ihre knopfäugige, kleine Protagonistin mit Strohhut agiert in idyllisch-natürlicher Umgebung von Teich, Wiese und Wald auf weichgezeichneten Bildern in Dunkelblau-und Brauntönen mit Lichtschimmern. Die letzte Doppelseite verrät uns, das auf den vorhergehenden Seiten immer mindestens drei Tiere im Dämmer-oder Nachtlicht versteckt waren, die wir noch suchen können (falls sie uns nicht schon vorher aufgefallen sind;-) Ein wunderschönes Bilderbuch mit vielen Sachinformationen und generationen-übergreifender Kindergeschichte ab ca.5J., die ja vllt. auch zum Nachahmen anregt...