Die Katze, die von Büchern träumte" von Sosuke Natsukawa hat mich nicht überzeugen können. Anfang und Schluss sind sehr schön geschrieben, aber die Abschnitte dazwischen hätte ich mir sparen können. Dabei kann bei der Kombination "Bücher + Katze" normalerweise nichts schiefgehen, aber die Geschichte um Rintaro Natsuki, die sprechende Katze Tora und die resolute Klassensprecherin Sayo Yusuki wirkt am Ende zu künstlich, nicht mehr von dieser Welt, um mich beeindrucken zu können. Die Teenager, zu denen auch noch die Randfigur Ryoto Akiba gehört, wirken wie altersweise Erwachsene, während alle anderen Figuren nur wie Scherenschnitte im Hintergrund agieren, ausgenommen vielleicht der Großvater von Rintaro, mit dessen Tod die Handlung beginnt. Es hätte also eine sehr schöne Geschichte über das Lesen, und wie es Sayo gelingt, Rintaro wieder ins Leben zurückzuholen, werden können, eine Antiquariatskatze dabei zu haben, wäre toll gewesen, statt dessen werden aber abgedrehte Geistreisen unternommen, bis es zu einem gar lieblichen Schluss kommt. Schade, finde ich.