Ein Manifest und Denkmal für die Freundschaft! Denn das ist, was Anton und Dius ehrlich und tief über die Jahrzehnte miteinander verbindet und ein starkes, unlösbares Band zwischen den beiden so verschiedenen Männern knüpft. Gefühle, die Krisen überdauern, das eigene Glück verdoppeln und gemeinsam zu Höhen bringen. Und dabei den jeweils anderen in seiner Entfaltung unterstützen, ohne zu beschneiden, einzuschränken.
Ausgangslage und Beginn sind dabei so ungewöhnlich wie die Entwicklung ihrer Beziehung selbst. Denn dass Dius als Student seinen Dozierenden Anton um die Freundschaft bittet, ist für diesen ebenso verstörend wie der außergewöhnlich talentierte und introvertierte junge Mann seine Neugier weckt. Und in seinem selbstbewussten Schaffen und freien Leben einen unwiderstehlichen Reiz auf ihn ausübt. In Jahren des gemeinsamen Strebens und der Ergebenheit für die Kunst sind so nicht nur ein symbiotisches Arbeiten und Denken sondern auch eine Verbindung entstanden, welche Zeiten der Trennung und Stille ebenso überdauert wie jeweilige Affairen, Liebesbeziehungen und schicksalhafte Wendungen.
So wie auch die Freundschaft der beiden Männer in Vertrauen und Verlässlichkeit wächst und zunehmend an Tiefe und Reinheit gewinnt, so ist auch die Geschichte getragen von ruhigen, leisen Tönen und von einer Sogkraft, welche der gegenseitigen Anziehung von Dius und Anton gleichkommt. Die Sprache ist entsprechend präzise, klar, auf den Punkt in Formulierungen und Bildern. Und ebenso ausdrucksstark wie von starkem Gefühl.
Dius hat mich durch die stillen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr begleitet. Und mich ganz unvermittelt getroffen: tief in Herz und Verstand. Und sich in beides eingegraben. Und dort seinen ganz eigenen Platz gefunden.