Die Colonia Ulpia Traiana im heutigen Xanten wurde um das Jahr 98 n. Chr. gegründet und hatte bis ins 3. Jahrhundert Bestand. Während die Struktur und Geschichte dieser mittelkaiserzeitlichen Metropole seit Langem erforscht werden, sind wesentliche Fragen zur Besiedelung ihres Areals im 1. Jahrhundert noch weitgehend unbeantwortet: Wie entwickelte sich das zivile Siedlungsgefüge am Rheinufer unweit des frühen Legionslagers zu einem urbanen Zentrum, wie groß waren seine Ausmaße und wer ließ sich dort nieder? Mit einer umfassenden räumlichen und zeitlichen Analyse der frührömischen Gräber wertet der vorliegende Band eine für diese Fragestellungen wichtige Quellengattung systematisch aus und erschließt grundlegend neue Erkenntnisse über die vorcoloniazeitliche Siedlungsentwicklung.