Die Studie erschließt Wagners Dramen aus dezidiert literaturwissenschaftlicher Perspektive und zeigt, dass das Motiv der sinnlichen Wahrnehmung eine ästhetische und ideologische Schlüsselfunktion erfüllt. Auf der Grundlage von Wagners Mythos- und Dramentheorie wird aufgezeigt, wie sich dieses Prinzip in "Der Ring des Nibelungen" und den "romantischen" Opern entfaltet. Dabei tritt deutlich hervor, wie eng poetische Gestaltung und politische Aussage in den Texten miteinander verbunden sind. Durch die Analyse der Textbücher als eigenständige Lesedramen bietet das Buch fundierte Anknüpfungspunkte für musikwissenschaftliche und regiepraktische Fragestellungen.