Der Reformationshistoriker Scott Hendrix vertrat die Auffassung, dass die verschiedenen Reformationsbewegungen eine wesentliche Gemeinsamkeit hatten: Es waren alles Versuche, das Europa des sechzehnten Jahrhunderts weiter zu christianisieren. Während die frühere Forschung vor allem die theologischen Unterschiede und Streitigkeiten unter den Reformatoren hervorhob, sah Hendrix einen grundlegenden Zusammenhalt durch das gemeinsame Ziel der Christianisierung.
Reformation historian Scott Hendrix has argued that, despite the divisions that occurred in Western Christianity in the sixteenth century, the various movements of the Reformation shared a vital commonality: They were all attempts to make sixteenth-century Europe more authentically Christian. While research on the Reformation has tended to emphasize the theological differences and disputes among the reformers, Hendrix sees a fundamental coherence in this common goal of Christianization. In this volume, nineteen Reformation historians respond by treating diverse aspects of Reformation scholarship and employing their own research to test the usefulness of the Christianization thesis. In their analyses of late medieval reform movements, Luther's attempts at reform, changes in this epoch for women and the family, significant efforts to reform piety, and the theological controversies of the late Middle Ages and the Reformation, an interpretive debate develops about the viability of macrohistory and the significance of the Reformation as an epoch in European history and the history of Christianity.
Contributors:
Robert Bireley, S. J. , Amy Nelson Burnett, Gerald Christianson, Irene Dingel, James M. Estes, Berndt Hamm, Susan C. Karant-Nunn, Russell Kleckley, Robert Kolb, Volker Leppin, Carter Lindberg, John A. Maxfield, Elsie Anne McKee, Austra Reinis, Ronald K. Rittgers, Risto Saarinen, James M. Stayer, Timothy J. Wengert, Merry Wiesner-Hanks Der Reformationshistoriker Scott Hendrix vertrat die Auffassung, dass die verschiedenen Reformationsbewegungen eine wesentliche Gemeinsamkeit hatten: Es waren alles Versuche, das Europa des sechzehnten Jahrhunderts weiter zu christianisieren. Während die frühere Forschung vor allem die theologischen Unterschiede und Streitigkeiten unter den Reformatoren hervorhob, sah Hendrix einen grundlegenden Zusammenhalt durch das gemeinsame Ziel der Christianisierung. In diesem Band äußern sich neunzehn Reformationshistoriker anhand breitgefächerter Aspekte der Reformationsforschung zu Hendrix' These, wobei sie ihre eigenen Forschungsansätze anwenden, um den Nutzen dieser Christianisierungs-These zu prüfen. Indem sie sich mit spätmittelalterlichen Reformationsbewegungen, Luthers Bestreben um eine Reform, Veränderungen der Lebensbedingungen von Frauen und Familien, Bemühungen, das Konzept der Frömmigkeit neu zu gestalten und den theologischen Kontroversen während des späten Mittelalters und der Reformation auseinandersetzen, entzündet sich eine Debatte um die Brauchbarkeit der Makrogeschichte und die Bedeutung der Reformation als einer Epoche der europäischen Geschichte.