
Im Mittelpunkt des monumentalen, 1862 vollendeten Sozialromans Les Misérables steht Jean Valjean, ein ehemaliger Galeerensträfling, der nach 19 Jahren Haft wegen eines Brotdiebstahls und mehrerer Fluchtversuche aus der Gesellschaft ausgestoßen bleibt. Erst die radikale Nächstenliebe eines Bischofs bewirkt seine tiefgreifende innere Wandlung. Unter wechselnden Identitäten versucht Valjean, ein moralisches Leben zu führen, wird jedoch unerbittlich vom Gesetzeshüter Javert verfolgt. Hugo verwebt Valjeans Schicksal mit dem der Arbeiterin Fantine, die aus mütterlicher Liebe und sozialer Not in den Abgrund getrieben wird, ihrer gepeinigten Tochter Cosette, des idealistischen Studenten Marius und vieler weiterer Figuren zu einem weitgespannten Panorama des 19. Jahrhunderts. Die Schlacht bei Waterloo und die Pariser Juniaufstände von 1832 werden dabei ebenso erfahrbar wie der Alltag einer Gesellschaft, die von Armut, Repression und sozialer Ungleichheit geprägt ist.
Ob als Buch, auf der Leinwand oder auf der Musical-Bühne: Hugos Meisterwerk ist ein globales Phänomen - ein leidenschaftlicher Appell für Mitgefühl und Gerechtigkeit, der bis heute nichts von seiner moralischen Dringlichkeit verloren hat.
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