Die Mission der jungen Frauen der »Blauen Schwadron«: französische Landsleute zu finden und auch aus den sowjetischen Lagern zu befreien, die bei Kriegsende die Nachfolge der deutschen Todeslager angetreten hatten. Dafür riskierten die mutigen Frauen vom Roten Kreuz 1945 ihr Leben. Die Blaue Schwadron bestand aus vier Krankenschwestern, fünf Sanitäterinnen mit Fahrerlaubnis sowie einer Militärärztin: Madeleine Pauliac, 32. Die Frauen haben schon Erfahrung in der Résistance und an der Front gesammelt.
Sie erhalten lediglich fünf Ambulanzfahrzeuge vom
Typ Austin, ein Geschenk der Briten. Die blauen
Uniformen stammen von der US-Army.
Die Militärärztin Madeleine Pauliac, 32, wird von General de Gaulle mit einer 11-köpfigen Gruppe von Krankenschwestern und Ambulanzfahrerinnen nach Moskau und anschließend nach Warschau geschickt. Das Ziel: die medizinische Rückführung der von der Roten Armee befreiten Franzosen zu organisieren, die in Polen umherirren, sowie jener, die noch von Stalin gefangen gehalten werden. Sie gehoren zu den Ersten, die das befreite Konzentrationslager Dachau betreten: Krankenschwestern des Roten Kreuzes, genannt »Die blaue Schwadron« - wegen der Farbe ihrer Uniformen. Danach geht es weiter nach Polen, wo die Rote Armee die Entscheidungen fallt . . .»Die blaue Schwadron« von Virginie Ollagnier und Yan Le Pon macht diese Begebenheiten nicht nur visuell, sondern auch emotional greifbar. Die Graphic Novel stützt sich auf Berichte und Briefe, Tage- und Fahrtenbücher, Archivrecherchen sowie der Mithilfe von Philippe Maynial, des Neffen von Madeleine Pauliac.