Feuer der Freiheit

Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943). 3. Druckaufl. 2020. gebunden mit Schutzumschlag. …
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Nach dem Weltbestseller »Zeit der Zauberer« - das neue Buch von Wolfram Eilenberger

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Produktdetails

Titel: Feuer der Freiheit
Autor/en: Wolfram Eilenberger

ISBN: 3608964606
EAN: 9783608964608
Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943).
3. Druckaufl. 2020.
gebunden mit Schutzumschlag.
Klett-Cotta Verlag

19. September 2020 - gebunden - 396 Seiten

Beschreibung

Nach dem Weltbestseller »Zeit der Zauberer« - das neue Buch von Wolfram Eilenberger



Das abenteuerliche Leben vier außergewöhnlicher Frauen, die in finsterer Zeit für unsere Freiheit kämpften



Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand: Mit großer Erzählkunst schildert Wolfram Eilenberger die dramatischen Lebenswege der einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Inmitten der Wirren des Zweiten Weltkrieges legen sie als Flüchtlinge und Widerstandskämpferinnen, Verfemte und Erleuchtete das Fundament für eine wahrhaft freie, emanzipierte Gesellschaft.



Die Jahre 1933 bis 1943 markieren das schwärzeste Kapitel der europäischen Moderne. Im Angesicht der Katastrophe entwickeln vier Philosophinnen, Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt, ihre visionären Ideen: zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, von Mann und Frau, von Sex und Gender, von Freiheit und Totalitarismus, von Gott und Mensch. Ihr abenteuerlicher Weg führt sie von Stalins Leningrad bis nach Hollywood, von Hitlers Berlin und dem besetzten Paris bis nach New York; vor allem aber zu revolutionären Gedanken, ohne die unsere Gegenwart - und Zukunft - nicht dieselbe wäre. Ihre Existenzen - als Geflüchtete, Aktivistinnen, Widerstandskämpferinnen - erweisen sich dabei als gelebte Philosophie und legen eindrucksvoll Zeugnis von der befreienden Kraft des Denkens ab.

Ein grandioses Buch über vier globale Ikonen, die am Abgrund des 20. Jahrhunderts beispielhaft und mit bis heute weltweiter Wirkung verkörperten, was es heißt, ein wahrhaft freies Leben zu führen.



Wie vier Philosophinnen in einem dunklen Jahrzehnt eine neue Welt entwarfen



Es ist ein Jahrzehnt der politischen Extreme.

Die Weltwirtschaftskrise setzt die Demokratien des Westens unter Druck. Aus der Angst und Verarmung der Massen erwächst die Sehnsucht nach starken Führungsgestalten. In Deutschland ergreift Hitler die Macht und führt die Welt in einen weiteren Weltkrieg.

Der Sog des Totalitarismus bestimmt das Alltagsleben. Kein Individuum kann sich dem entziehen. Unterdrückung und Flucht sind die Folge. Zuerst stirbt die Freiheit, dann die Menschen. In dieser Zeit legten vier Philosophinnen, auf je eigene Weise, das gedankliche Fundament für eine wahrhaft freie, emanzipierte Gesellschaft. Bis heute steht ihr Wirken beispielhaft für die erneuernde Kraft des Denkens in finsterer Zeit.

Portrait

Wolfram Eilenberger, geboren 1972, war langjähriger Chefredakteur des »Philosophie Magazins«, moderiert die »Sternstunden der Philosophie« im Schweizer Fernsehen, ist ZEIT-Kolumnist und Mitglied der Programmleitung der »phil. cologne«. In zahlreichen Talkshow-Auftritten im deutschen Fernsehen gibt er der Philosophie eine Stimme und ein Gesicht. Sein Buch »Zeit der Zauberer« stand monatelang auf der »Spiegel«-Bestsellerliste und wurde zu einem Welterfolg.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Wolfram Eilenberger schafft es [ ] Philosophie als ideengeschichtlichen Krimi zu erzählen und nebenbei den Frauen einen angemesseneren Platz in der Geistesgeschichte zu geben.«
Welt am Sonntag, 11. Oktober 2020

»[ ] Spannend und [ ] kurzweilig erzählt. [ ] Ein sehr gutes Buch also.«
Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 10. Oktober 2020

»Das Buch zeigt, dass Philosophie wesentlich plural ist und dass sie im Anders-Denken besteht. Eilenberger lädt listig dazu ein, auf die befreiende Wirkung dieses Anders-Denkens zu vertrauen.«
Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 10. Oktober 2020

»Eilenberger erzählt glänzend, argumentiert präzis und schreibt ein bedeutendes Kapitel der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts, das so noch nicht geschrieben war.«
Thomas Ribi, NZZ, 12. Oktober 2020

»Eilenberger hat hier nicht nur einen originellen und überzeugenden Zugriff. Er schreibt außerdem ele-gant, verständlich, humorvoll und hin und wieder bis zur Ergriffenheit empathisch. Gleichgültig, was man bisher über das Denken im 20. Jahrhundert wusste: Hier wird man auf aufregende Weise klüger.«
Elke Schmitter, Der Spiegel, 10. Oktober 2020

»Wolfram Eilenberger legt mit Feuer der Freiheit ein weiteres Meisterwerk vor. Das Buch [ ] ist nicht nur etwas für Philosophieexperten. Es ist geschrieben wie ein Roman, den man an drei oder vier Abenden durchliest und gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.«
Thomas Sigmund, Handelsblatt, 02. Oktober 2020

»So ist Wolfram Eilenberger ein Denk-, Lese-, Geschichts- und Geschichtenbuch gelungen, das große Lust auf Philosophie weckt.«
Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau, 18. September 2020

»Eilenbergs Feuer der Freiheit beweist, dass Philosophie des 20. Jahrhunderts klug und dennoch sehr lebendig erzählt werden kann.«
Jörg Schieke, mdr Kultur, 23. September 2020

»Tatsächlich führt der Berliner Philosoph sein ungemein packendes Erzählen der schrittweisen Verfertigung der Gedanken besonderer Charaktere in bewegten Zeiten konsequent fort. In Zeit der Zauberer zeigt er, wie zwischen 1919 und 1929 die philosophischen Welten von Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger entstehen. Feuer der Freiheit nimmt das Jahrzehnt zwischen 1933 und 1943 ins Visier, die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten`. Wer hätte gedacht, dass es Frauen waren, die das von alters her Männern obliegende Denken ohne Geländer` gerettet haben?.«
Natascha Freundel, rbb, 21. September 2020

»Aber trotzdem, ich meine, verdammt noch mal, die Bücher von deutschen Philosophieprofessoren, die taugten über Jahrzehnte hinweg lediglich, um Türen aufzuhalten, wackelnde Tische abzustützen; sie waren unlesbar. (...) Wir müssen über Eilenberger doch eines sagen: Wie süffig, wie fast boulevardesque er vermag, hier Philosophie zu beschreiben, und zwar auf Niveau, das möchte ihm erst einmal einer nachmachen.«
Denis Scheck, SWR2 Lesenswert, September 2020

»Es gelingt Eilenberger, aufgrund seiner strahlenden Fabulierkunst, die Philosophie dieser vier Frauen darzustellen als Abenteuer des Denkens auf den Irrfahrten des Lebens, bei denen diese vier Philosophinnen sich selbst ein Kompass waren.«
Thomas Böhm, RBB, 17.September 2020

»ein mosaikhaftes Zeitpanorama [ ], das untergründig immer auch der Frage nachgeht, was Philosophie überhaupt ist und was es heißt, philosophisch zu leben und zu arbeiten. [ ] Das jederzeit lustvoll sichtbar werden zu lassen, macht Feuer der Freiheit zu einer anregenden, klugen und äußerst unterhaltsamen Lektüre.«
Jörg Magenau, Philosophie-Magazin, 06/2020

»Der hat wirklich literarische Talente. Diese Mischung aus Nuance und Klarheit. Diese Fähigkeit, persönliche Fragen zu stellen ohne jemals philosophische Ideen zu reduzieren. ( ) Sein Humor. Das ist einfach ein Genuss. (...) Es ist Philosophie getarnt als Philosophiegeschichte«
Susan Neiman, SWR2 Lesenswert, September 2020

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 07.10.2020

Freiheiten verschiedener Art
Auf die Magier folgen die Retterinnen: Wolfram Eilenberger widmet sich vier Autorinnen und ihren philosophischen Denkstilen

Vor zweieinhalb Jahren brachte eine Klage über die deutschsprachige Universitätsphilosophie den Blätterwald zum Rauschen, eine Klage, die in der Sache nicht neu war, aber als Begleitmusik eines etwa gleichzeitig erschienenen Buches ihre Rolle spielte. Wolfram Eilenberger, vormals Chefredakteur des "Philosophie Magazins", warf in einem Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit" den "bestens trainierten Denkathleten" der akademischen Weltweisheit unter anderem Lebensferne, "irrelevante Selbstbespiegelung" und "lustlose Totalstagnation" vor.

Als lustvolle Lektüre, als lebensnah und irgendwie auch relevant empfahl sich desselben Autors damals druckfrisches Werk über das "große Jahrzehnt der Philosophie". Womit die Jahre 1919 bis 1929 gemeint sind, eine "Zeit der Zauberer", wie der Titel annonciert. Die auftretenden Magier sind: Ludwig Wittgenstein, Martin Heidegger, Ernst Cassirer und Walter Benjamin. Biographische Schussfäden werden mit werk-, zeit- und ideengeschichtlichen Kettfäden auf ebenso muntere wie anschauliche Weise zu einer Textur verwoben, die an manchen Stellen naturgemäß dichter gerät als an anderen. Da die Protagonisten augenscheinlich vier verschiedene Möglichkeiten oder Stile des Philosophierens verkörpern - von der Suche nach letzter geistiger Klarheit, in der Rationalität und Mystik einander die Hand reichen, bis zur flanierenden Zeitdiagnose -, bietet die Zusammenschau nicht nur philosophisch Unbewanderten etwas.

Das Webmuster, das den Vorteil bietet, keine umfassend deutende Gesamtgeschichte erzählen zu müssen, hat sich offenbar - auch verlegerisch - bewährt und einem neuen Buch Eilenbergers zur Vorlage gedient. Wiederum scheint der Weltgeist im Dekadenrhythmus voranzuschreiten, geht es doch um die Jahre von 1933 bis 1943. Diesmal sind es vier Protagonistinnen, in denen sich vier philosophische Haltungen gewissermaßen inkarnieren; in denen differierende Weisen, Denken und Dasein zu verbinden, individuelle Gestalt annehmen. Frauen in philosophischen Hauptrollen sind leider noch immer rar, schon deshalb darf "Feuer der Freiheit" Aufmerksamkeit beanspruchen.

Die vier Freiheitsfreundinnen sind: Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt, also eine "existenzialistische" Romanautorin, Essayistin und Feministin, eine prophetische Sozialrevolutionärin und Mystikerin, eine Verfasserin weltanschaulicher Romane und Propagandistin eines "rationalen Egoismus", eine politische Theoretikerin, Historikerin und Kommentatorin. Eilenberger betont, sie seien "lange" oder "bis zum heutigen Tage weitestgehend" von der akademischen Philosophie ignoriert worden. Inwiefern sie gleichwohl "die" Philosophie "gerettet" haben sollen, wie der Untertitel behauptet, wird nicht eigentlich zum Thema.

Drei von ihnen, als Jüdinnen geboren, werden zeitweise zu Flüchtlingen; alle vier erwehren sich des Totalitarismus (im Falle Ayn Rands des roten). 1943, das Jahr, mit dem die Darstellung endet, ist das Todesjahr Simone Weils; die anderen Frauen haben noch mehrere Jahrzehnte vor sich, in denen sie die werden, als die sie in die Annalen der jüngeren Geistesgeschichte eingegangen sind. Weil stirbt mit nur vierunddreißig Jahren - tuberkulös, magersüchtig, entkräftet - in einem englischen Spital, nachdem sie vergeblich versucht hat, doch noch zu einem Fronteinsatz mit den "Freien Französischen Streitkräften" unter Charles de Gaulle zu kommen. In ihrer Opferbereitschaft verschafft sich ein tätiges Mit-Leiden mit den Erniedrigten und Gepeinigten Ausdruck, das nicht nur beiläufig eine religiöse Dimension besitzt.

Solch existentielle Teilhabe am Elend der Welt hat mit dem Existentialismus wenig gemein, den Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre im besetzten Paris denkend, schreibend und (schwerpunktmäßig in komplexen Drei- und Vierecksbeziehungen) handelnd erproben. In ihren philosophischen Notizbüchern der letzten Jahre kritisiert Weil den Existentialismus denn auch als Spielart des Egoismus, als eine Selbstermächtigung des Einzelnen, der die angsterzeugende Leere im Abgrund des eigenen Daseins zu überspielen versuche.

Weils selbstlose Hinwendung zum anderen Menschen und Selbstaufgabe in Gott, so Eilenberger, wäre in den Augen Ayn Rands womöglich das perfekte Beispiel für einen grundfalschen Altruismus, der letztlich zur Selbstverknechtung im Kollektiv führe. Rand, als Alissa Rosenbaum in Sankt Petersburg geboren, ist in den Vereinigten Staaten zu so etwas wie einer atheistischen Hohepriesterin des "American Dream" und des deregulierten Kapitalismus aufgestiegen. Freiheit versteht Rand laut Eilenberger wesentlich als Freiheit von anderen Menschen, nicht als Freiheit für sie oder durch sie oder mit ihnen.

Damit zeichnet sich eine Typologie von Freiheitskonzepten ab, die indes nicht eigens ausgearbeitet wird. Auch mit abschließenden Urteilen hält sich Eilenberger zurück. Einmal jedoch traut er sich zu, sagen zu können, die "einzige Freiheit", die die vier Protagonistinnen "als wirklich unbedingt" erfahren hätten, sei die Freiheit des "Schreibens als Schöpfens" gewesen. Geht mit dem Autor da die eigene Schöpfungsphantasie ein wenig durch? Den Hintergrund der wagemutigen Einfühlung bildet jedenfalls die bleibende Frage, ob Philosophieren als Tätigkeit verstanden werden kann, die das eigene Selbst- und In-der-Welt-Sein zu verwandeln vermag.

UWE JUSTUS WENZEL

Wolfram Eilenberger: "Feuer der Freiheit". Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943).

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2020. 400 S., geb.

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