Kein Märchen für mich. Eher ein stilles Wiedererkennen. Ich war nie auf der Seite der Erwachsenen.
Ich habe dieses Buch nicht gelesen wie eine Geschichte. Es hat sich eher angefühlt wie ein Wiedersehen. Mit einer Sicht auf die Welt, die mir vertraut ist.Der kleine Prinz begegnet Erwachsenen, die alles erklären wollen. Sie zählen, ordnen, bewerten.Und verlieren dabei etwas, das für mich immer sichtbar war.Ich habe mich nicht in ihrer Welt wiedergefunden. Eher in seiner.In dieser stillen Klarheit. In dem Gefühl, dass vieles unnötig kompliziert gemacht wird.Was mich berührt hat, ist nicht die Kritik. Es ist diese Selbstverständlichkeit, mit der er sieht, was ist.Ohne Zynismus. Ohne Recht haben zu wollen.Die Geschichte wirkt einfach. Aber unter dieser Einfachheit liegt etwas, das schwer zu greifen ist.Etwas, das ich nie ganz verloren habe. Aber im Alltag oft überdeckt wird.Ich würde das Buch Menschen empfehlen, die sich manchmal fragen, warum sich die Welt so falsch anfühlt, obwohl alles "richtig" läuft.Vielleicht liegt es nicht an ihnen.