Warm, ehrlich und voller leiser Zwischentöne. Ein Buch, das nicht laut sein muss, um zu treffen und genau deshalb lange nachhallt.
The Music of What Happens hat mich mit seiner ruhigen, ehrlichen Art überrascht. Die Geschichte lebt weniger von großen Wendungen als von zwei Jungen, die lernen, sich selbst und einander auszuhalten. Besonders gelungen fand ich, wie feinfühlig das Buch Themen wie Männlichkeitsbilder, Trauma und erste Liebe verwebt, ohne je belehrend zu wirken.Die Figuren wirken echt, manchmal chaotisch, manchmal überfordert, aber immer menschlich. Genau das macht den emotionalen Kern des Romans aus. Ein paar Passagen ziehen sich etwas, und nicht jede Szene sitzt gleich stark, aber insgesamt bleibt ein warmes, berührendes Gefühl zurück.Ein Buch, das leise beginnt, aber lange nachhallt.