Insel himmelblau ist Teil einer Reihe und doch unabhängig von den anderen Büchern gut zu lesen. Es war mein erstes Buch dieser Reihe und ich kam gut in die Geschichte hinein und bei der Handlung mit.
In diesem Buch der Inselfarben-Reihe steht erneut Svea aus dem ersten Band im Mittelpunkt. Diesmal hat sie mit einer tiefen Depression nach einigen erlittenen Verlusten zu kämpfen. In diesem Buch wird erzählt, wie sie wieder zurück ins Leben, zu sich, den Menschen um sie herum und zu ihrem Freund findet. Dabei bekommt sie eine neue Familie und Freunde dazu.
Stina Jensen erzählt einfühlsam, genau aber doch nicht zu tief von Svea und ihrer Depression sowie den Verlustängsten, die sie hat. Ich war gleich in der Geschichte drin und konnte mich gut in Svea und ihre Lage hineinversetzen. Stina Jensen hat einen schönen, gut zu lesenden Erzählstil und ich war bald gefangen von der Handlung sowie den Beschreibungen von der Insel. Ich war mit am Strand bei den Ausflügen dabei und sah alles vor mir. Auch im letzten Drittel war das Allgäu landschaftlich gut beschrieben, dass ich die Berge und Seen sowie das Dorf vor meinem inneren Auge sah. Zum Schluss hin konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen, weil mich die Handlung so sehr in den Bann gezogen hatte.
Ich mochte die Figuren in diesem Buch sehr gerne. Sveas Tiefe konnte ich gut nachempfinden und Sebastian und seine Familie waren mir auch sehr sympathisch. Nur das leichte erotische Knistern zwischen beiden hatte mich etwas gestört. Einzig mit Sveas Freund Jan konnte ich bis fast zum Schluss nicht so recht warm werden. Vielleicht lag es daran, dass er in diesem Roman eine untergeordnete Rolle spielt.
Fazit: eine sehr schöne und trotz des schweren Themas eine gewisse Hoffnung und Zuversicht ausstrahlende Handlung, die eine gewisse Leichtigkeit beibehält.