Fans von (True) Crime- oder Profiling-Serien sollten bei dieser Jugendthriller auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.
Die 17-jährige Cassie kann andere Menschen lesen wie ein Buch - absolut nichts bleibt ihr verborgen. Als eines Tages ein mysteriöser junger Mann bei ihr auftaucht, behauptet, beim FBI zu sein, und sie zu einem Gespräch einlädt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Aber ihre besondere Begabung hat sie zur Anwärterin für einen Platz in der "Cold Case Academy" gemacht. Und so findet sich Cassie kurz darauf in einem Eliteausbildungsprogramm für junge Profiler wieder - unter lauter ähnlich Hochbegabten, wie sie selbst eine ist. Doch dann stoßen sie und ihr Team auf Geheimnisse aus der Vergangenheit, die sie alle in tödliche Gefahr bringen ...Cassandra Hobbes, von allen nur Cassie genannt, hat ein Talent, ihre Umgebung inklusive der Menschen genauestens analysieren zu können. Sie kann Personen lesen und einschätzen, ob ihr Gegenüber lügt, welche Hobbies sie haben und was sie verbergen. Dank dieser Fähigkeit wird ihr ein Platz an der geheimen "Cold Case Academy¿ angeboten, wo genau solche Fähigkeiten von hochbegabten jungen Menschen (dort als Naturals bezeichnet) noch geschärft werden sollen, um dann später für das FBI zu arbeiten. Unter den anderen Schülern sind Emotionsanalytiker, Statistiker, menschliche Lügendetektoren und Profiler, so wie Cassie. Zur Übung bearbeiten die Teenager alte, ungelöste Fälle, bei denen die normalen Ermittler nicht weiter gekommen sind. Aber ganz so kalt ist der eine Fall gar nicht...Mir hat die Story um Cassie echt gut gefallen und ich möchte die Cold Case Academy unbedingt weiterverfolgen. Gerade die Erklärungen rund um das Profiling fand ich spannend und gut ausgearbeitet. Dieses Buch hat mir tatsächlich besser gefallen als der erste Band der Inheritance Games-Reihe. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, was auf mich eine Sogwirkung hatte. Die meiste Zeit lesen wir aus der ich-Perspektive von Cassie, aber teilweise auch aus der Du-Sicht des Killers. Diese Art der Erzählung hat mich anfangs etwas verwirrt, aber auf lange Sicht eine gute Abwechslung reingebracht. Die Auflösung am Ende habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich die ganze Zeit fleißig mitgerätselt habe.Das Einzige, was mich etwas genervt hat, war die Dreiecks-Kiste zwischen Cassie und zwei ihrer Mitschüler. Davon bin ich generell kein Fan und es konnte mich auch in diesem Buch nicht vom Gegenteil überzeugen. Aber das ist eine persönliche Präferenz.Fans von (True) Crime- oder Profiling-Serien sollten bei dieser Jugendthriller auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.