Ich weiß zur Hölle nicht, warum ich mir so viel Zeit gelassen habe, diese Dilogie weiterzulesen.
Der erste Teil war super spannend und auch dieser Teil stand dem in keinster Weise nach.
Zu Beginn musste ich mich erst einmal an das veränderte Setting und den kleinen Zeitsprung gewöhnen.
Alle versuchen, wieder in ihren gewohnten Alltag zu finden und das Geschehene im Skiresort zu verarbeiten.
Hierbei hat jeder seinen eigenen Umgang mit dem Geschehenen gefunden
Von Ignoranz bis zum Bedürfnis, eigene Ermittlungen anzustellen, ist alles dabei.
Glücklicherweise schließen sich Luca und nach und nach die anderen Anas Ermittlungen an.
Durch die Rückblenden zu den Polizeiverhören direkt nach der Rettung erkennt man als Leser bestens, weshalb Ana die Polizeiarbeit für mangelhaft hält.
Im gesamten Handlungsverlauf hatte ich mindestens jeden einmal im Verdacht, X zu sein vielleicht sogar mehrfach.
Die Rätselei nach dem Bösewicht macht mir bei Suspense-Romanen immer am meisten Spaß.
Und die Autorin hat es einem wahrlich nicht leicht gemacht.
An einem gewissen Punkt hat es bei mir dann Klick gemacht, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, aber dieser Punkt kam sehr spät.
Der regelmäßige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Charakteren macht es einem noch schwerer, alle Puzzleteile zusammenzufügen.
Kim Nina Ocker hat über beide Bände hinweg ein verstricktes, undurchsichtiges Netz aus Lügen und Geheimnissen konstruiert, das einen als Leser dauerhaft in Atem hält.
Für Plottwists, brenzlige Situationen und Gänsehaut-Momente ist bestens gesorgt.
Die parallel verlaufende Lovestory zwischen Luca und Devan ergänzt die Haupthandlung perfekt, ohne ihr die Show zu stehlen.