Etwas langatmig, geringe Spannungselemente, dafür aber sehr authentische Charaktere und ganz viel moderne Hexerei ¿¿
Der Spruch "Create your own Magic", der mein Lieblingslesezeichen ziert, passt meiner Meinung nach perfekt zur magischen Geschichte rund um Gemma und Darren und fasst so ziemlich das zusammen, was die Bücher auszudrücken versuchen: Seinen eigenen Weg zu gehen, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen und sich selber treu zu bleiben.Gemma Stone ist eine moderne Hexe, die sich bisher ausschließlich der hellen, weißen Magie gewidmet hat, bis sie zusammen mit Darren Hunter einer grausamen Verschwörung eines dunklen Hexenzirkels auf die Schliche kommt, der mit seinen üblen Machenschaften und dunkler Magie es auf ganz New York abgesehen hat. Nachdem Gemma und Darren an wichtige Beweismittel gelangt sind, um den Hexenzirkel aufzuhalten, mussten beide alles riskieren und große Opfer bringen, als sie sich mit letzter Kraft vor den machtgierigen und gewissenslosen Anhängern des Zirkels retten konnten. So endete Band eins "A Curse Unbroken" mit einem Cliffhanger, wo nun Band zwei "A Spell Unspoken" nahtlos an die letzten Ereignisse anknüpft. Gemma und Darren befinden sich nun auf der Flucht vor dem korrupten Hexenzirkel, der bereits seine Macht in New York beinahe vollständig ausgeweitet hat. Doch Gemma und Darren wollen nicht aufgeben und versuchen alles, um den schwarzmagischen Hexenzirkel aufzuhalten. Doch kann Gemma weiterhin an ihren Prinzipien festhalten und nur auf die helle Magie vertrauen? Oder lässt sie sich von den Stimmen in den Schatten locken, die mehr Interesse an Gemma zu haben scheinen, als sie selber ahnt?Leider konnte mich "A Spell Unspoken" nicht so sehr überzeugen wie der erste Teil der "Magic and Moonlight" Reihe. Die Geschichte war zwischendurch doch etwas langatmig, zwar sorgte sie mit einigen teils unheimlichen und schaurigen Szenen für einen gewissen Gruselfaktor, aber die Spannung kam mir dennoch zu kurz. Besonders als es endlich auf den Showdown zuging und ich erwartungsvoll auf eine spannende Wendung der Ereignisse wartete, war dieser Moment ziemlich schnell auch wieder vorbei und die Lösung des Ganzen, als es darum ging, den schwarzmagischen Hexenzirkel endgültig aufzuhalten, wurde meiner Meinung nach viel zu schnell aufgehoben, sodass ich doch sehr enttäuscht beim Lesen zurückblieb. Da hatte ich mir so viel mehr erhofft. Auch wurde der Fokus zum Schluss sehr auf die Protagonistin Gemma gelegt, viele Szenen aus ihrer Sicht erzählt, während der Protagonist Darren im Vergleich dazu leider verblasste und ihm nicht die Möglichkeit gegeben wurde, aktiver zu handeln. So blieb er eher im Hintergrund, was ich sehr schade fand.Die Geschichte wird wieder abwechselnd aus Gemmas und Darrens Sicht erzählt, wobei aber mehr Kapitel aus Gemmas Perspektive vorkommen, wie bereits oben erwähnt. Die Charaktere hingegen sind meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet und sehr sympathisch. Vor allem Taro und Hazel haben mich sehr überzeugt und bin schon sehr gespannt darauf zu erfahren, wie der weitere Handlungsstrang der Buchreihe aus der Sicht dieser beiden sehr interessanten und vielschichtigen Charaktere weitererzählt wird ¿ Denn die Geschichte geht noch weiter, wenn dann auch nicht mehr aus Gemmas und Darrens Sicht, und ich bin gespannt, ob dann auch noch die eine oder andere offene Frage beantwortet wird.Was mir an der Geschichte ebenfalls sehr gut gefällt, ist die Gestaltung der magischen Elemente, die quasi nahtlos mit der realen Welt in den Büchern verbunden ist. Es kommen Edelsteine, Kerzen, Runenzeichen, Tarotkarten usw zum Einsatz und bringen ihre ganz eigene, moderne Magie in die Geschichte ein. Auch das finde ich einen sehr gut ausgearbeiteten Aspekt in der Story und freue mich auf noch mehr Magie in den Folgebänden. Und ich freue mich darauf, mehr von Taro ¿¿¿ und Hazel ¿ zu erfahren.Insgesamt gebe ich "A Spell Unspoken" somit 3,5 Sterne ¿¿¿¿¿¿