DON QUIJOTE entfaltet die Geschichte eines verarmten Landadligen, der, berauscht von Ritterromanen, als fahrender Ritter in eine prosaisch gewordene Welt aufbricht. In der deutschen Ausgabe tritt Cervantes' kunstvolle Mischung aus Parodie, Abenteuerroman, Dialogkomik und philosophischer Reflexion klar hervor. Der Text steht am Übergang von Renaissance zu Barock und gilt als Gründungswerk des modernen Romans: Er befragt die Macht der Lektüre, die Brüchigkeit von Wirklichkeit und die Würde des Scheiterns. Miguel Cervantes de Saavedra, Soldat, Gefangener, Steuereinnehmer und scharfer Beobachter der spanischen Gesellschaft des Siglo de Oro, schrieb aus einer Biographie heraus, die Erfahrung, Verlust und Ironie vereinte. Seine Kenntnis militärischer Ideale, bürokratischer Härten und volkstümlicher Redeformen nährte die Gestalten Don Quijotes und Sancho Pansas und verlieh ihrer Komik eine tiefe menschliche Wahrheit. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die nicht nur einen Klassiker kennenlernen, sondern die Entstehung moderner Erzählkunst verstehen möchten. DON QUIJOTE ist zugleich komisch, melancholisch und erkenntniskritisch; es belohnt geduldige Lektüre mit einem unvergleichlichen Panorama menschlicher Einbildungskraft, moralischer Beharrlichkeit und literarischer Selbstreflexion.