Erinnerung an politische Aussagen von der Kanzlerin Frau Merkel, wenig Krimi und kein interessanter Spannungsbogen
Die Teilnahme an einer Kreuzfahrt gehört inwischen zum Lebenstandard, so auch für die Figur Miss Merkel nebst Ehemann, Mops, Personenschützer und Freundin. Nicht unbedingt die Freude an der Reise, sondern der Ehrgeiz, einen eigenen Krimi entwickeln und veröffentlichen zu können, ist die Intention von Miss Merkel. Daher wählt sie eine Kreuzfahrt, auf der bereits erfolgreiche Kriminalautoren ihre Werke und ihre Schreibweise vorstellen sollen.Allerdings ist sehr schnell zu erkennen, dass diese Kriminalautoren nur sehr begrenzt erfolgreich sind, und untereinander durch Intrigen und Beziehungen verbunden sind. Zusätzlich ist ein aus vorherigen Büchern bekannter Kriminalist und eine Rechtsmedizinerin mit an Bord.Bereits auf den ersten Seiten wird ein unnatürlicher Todesfall beschrieben, der den ermittlerischen Ehrgeiz von Ms Merkel auslöst. Viel Spannung nimmt der Autor durch vorlaufende Aussagen zu künftigen Szenen bereits aus der Handlung, dazu kommen die seitenfüllenden, sich wiederholenden Beschreibungen der Autoren und ihrer, mitunter recht absurden, Vorlieben. Die Ermittlungsarbeiten von Ms Merkel und die Momente der Gefahr für sie, wirken wie ein Konvult aus bekannten Kriminalfilmen, Kriminalfällen und erfolgreichen fiktiven Geschichten etablierter Autoren.Insgesamt überzeugen konnte mich das Buch weder durch den Sprachgebrauch , Spannungsaufbau und Aussage.Politische Zitate haben durch ihre Vergänglichkeit keinen Reiz, wirken eher deplaziert. Eine Kriminalschmonzette, wer so was mag, kommt hier aus seine Kosten.