Die Säkularisierung ist kein Betriebsunfall der Moderne, sondern die Konsequenz protestantischen Denkens selbst. Der Protestantismus habe sich, so Grau, gewissermaßen »zu Tode gesiegt«. Helmut Frank, Sonntagsblatt
Seine Diagnose ist provokant und zugleich befreiend: Der Protestantismus ist womöglich institutionell erschöpft als Denkfigurjedoch unverzichtbar. Er lebt überall dort weiter, wo Menschen der Freiheit mehr trauen als der Moral, dem Zweifel mehr als der Gewissheit und dem Individuum mehr als dem Kollektiv. Helmut Frank, Sonntagsblatt
Die Kirchen in Deutschland verlieren an Mitgliedern. Der Befund ist nicht neu, originell ist jedoch, wie Alexander Grau ihn deutet. Für den Philosophen und Publizisten ist die Krise des institutionalisierten Christentums nämlich ein später Triumph des Protestantismus. Kein Grund für Kulturpessimismus. Jakob Hayner, Welt
In "Die Zukunft des Protestantismus" erinnert Grau seine Leser an Luthers theologische Revolution: Nicht die Kirche ist der Weg zu Gott, sondern jeder Einzelne. Jakob Hayner, Welt