Vorhersehbar und filmreif aber Freundschaft und Emotionen haben mich am Ende überrascht.
Nicht mein erstes Buch von Kelly Oram. Dennoch war ich skeptisch. Zum einen wegen dieses Gefühls, dem Genre entwachsen zu sein. Zum anderen hat mich der Klappentext nicht wirklich gecatcht. Es klang süß, aber eben auch sehr klischeehaft. Und genau diesen Eindruck hatte ich anfangs auch, aber zum Glück habe ich weitergelesenIm Mittelpunkt steht Alice, die mit ihren Freunden eine Band gründen will und entschlossen für ihren Traum kämpft. Besonders geliebt habe ich die Freundschaft zwischen ihr und ihren zwei besten Freunden. Sie sind alle unterschiedlich, ergänzen sich aber perfekt. Dieses gegenseitige Akzeptieren, Ehrlichsein, Unterstützen und Zusammenhalten zieht sich so schön durch das ganze Buch und war für mich eines der absoluten Highlights.Ihr Gegenpart ist Dylan, ein junger Schauspieler aus Hollywood, frisch getrennt und ständig im Rampenlicht. Als die beiden aufeinandertreffen, startet alles recht klischeehaft. Dieses erste Vorgeplänkel, die Dynamik zwischen ihnen und der Highschool Vibe mit Hollywood Flair, ich konnte mir das alles total gut als Teenie Film vorstellen.Und ja, die Handlung ist in vielen Punkten vorhersehbar. Man weiß recht schnell, in welche Richtung es gehen wird. Ich habe auch echt lange gebraucht, um wirklich reinzufinden. Aber irgendwann kam dieser Moment, in dem ich es einfach genießen konnte. Dieses bewusst Überzeichnete, dieser Hollywood-Zauber, der Pakt zwischen den beiden, das langsame Kennenlernen und die süße Liebesgeschichte, es hatte einfach Charme.Am meisten überrascht hat mich die emotionale Tiefe gegen Ende. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Plötzlich hat mich die Geschichte gepackt und berührt. Die Mischung aus Freundschaft, Träumen und Liebe hat mich am Ende mehr abgeholt, als ich erwartet hätte.Fazit:Es ist kein perfektes Buch. Es ist stellenweise klischeehaft und sehr filmreif inszeniert. Aber es ist unglaublich unterhaltsam und emotional stärker, als ich erwartet hätte.