Zeit der Schwestern - Apfelblütentage, Bd.1 'Die Bodensee-Schwestern', Tanja Huthmacher, erschienen im Lübbe Verlag am 28. März 2024
Taschenbuch 352 Seiten
Klappentext
Drei Schwestern. Ein Familienfest. Eine überraschende Wendung.
Es ist Frühling am Bodensee, und ein großes Fest unter blühenden Apfelbäumen steht bevor: Anlässlich des 70. Geburtstags ihrer Mutter Lotte haben sich auch ihre Töchter Carolin, Romy und Veronika unter den Gästen eingefunden. Für die Naturfotografin Carolin, die nach dem Biologiestudium nach Neuseeland ausgewandert ist, liegt der letzte Besuch Jahre zurück. Nun freut sie sich auf ihre Schwestern und sieht erwartungsvoll zwei Wochen Heimatfeeling entgegen. Doch dann wirbelt eine überraschende Entdeckung das Familienleben durcheinander. Und als eine unerwartete Begegnung ihr bisheriges Leben infrage stellt, trifft Carolin eine folgenreiche Entscheidung ...
Meine Meinung
Direkt im ersten Teil erwartet uns eine ziemliche Überraschung. Nicht nur dass die mittlere Tochter Caro aus Neuseeland zu Besuch kommt, nein, auch die Mutter Lotte überrascht mit einer Sensation. Es ist alles etwas verworren und die Geschichte lebt vom ständigen auf und ab der Protagonisten. Caro durchlebt eine Bandbreite ihrer Gefühle und findet am Ende doch ans Ziel.
Die Autorin hat einen bildlichen Schreibstil, der nach Konstanz, Überlingen und auf die Insel Mainau entführt. Hier ist das Schmetterlingshaus absolut sehenswert. Die Beschreibungen der Hauptprotagonisten und auch der Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, agieren authentisch und sind jeder oder jede auf ihre Art liebenswert. Mir hat der Vater Georg sehr gut gefallen und ich habe ein wenig mit ihm gelitten.
Der Roman spielt zur Zeit der Apfelblüte und die Apfelbäume im Garten der Familie haben auch eine besondere Bedeutung. In der Klappbroschur werden die drei Töchter kurz vorgestellt, das fand ich sehr hilfreich. Am Ende finden wir noch ein paar Rezepte zum Nachmachen.
Fazit
'Zeit der Schwester - Apfelblütentage' beschert mir eine schöne Lesezeit und entführt mich an den Bodensee. Ich begleite Caro bei ihrem Familienbesuch und bin überrascht, mit welchem gedanklichen Gepäck sie unterwegs ist. Der Schreibstil der Autorin ist bildlich und angenehm zu lesen. Über einiges hätte ich gerne mehr gelesen und auf einiges hätte ich auch verzichten können. Ich vergebe sehr gerne 4 Hühnchen und freue mich auf Bd.2 Kischsommer.