Ein Spannungsroman im bestem Schreibstil von Jodi Picould zu einem Thema, das ich so nicht erwartet hatte und das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Hier wird eine richtig gut erzählte Familiengeschichte mit aktuellen, gesellschaftlichen Themen gekonnt verwoben. Olivia hat ihren gewalttätigen Mann verlassen und lebt nun seit vielen Jahren mit ihrem 18jährigen Sohn als Imkerin in ihrem alten Heimatort. Als ihr Sohn in Schwierigkeiten gerät, muss auch sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Aber es kommen auch Geheimnisse aus dem Leben ihres Sohnes ans Licht, so dass sich die Frage stellt, wie weit geht die Liebe einer Mutter.Jodi Picould erzählt hier unter anderem über ein Thema, das mich sehr überrascht hat. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber das ist ja das Gute am Lesen, dass man in Welten und Problematiken unserer Welt hineingezogen und zum Nachdenken gebracht wird. Die Autorin hat umfangreich zum Thema der Transpersonen recherchiert und gibt viele Informationen weiter. Ein Thema das nicht unbedingt das meine ist, dessen moralischen und gesellschaftlichen Auswirkungen gut erzählt sind und animieren, darüber nachzudenken.Ich mochte die Vertiefungen der Geschehnisse mit den Beispielen aus der Welt der Bienen. Faszinierend wie Bienen leben und damit eine gute Metapher zum Leben der menschlichen Gesellschaft bieten. Die Charaktere waren sehr gut geschildert, Handlungen glaubhaft erzählt, Gefühle tiefgehend geschildert. Die Spannung wird die ganze Zeit hoch gehalten und es gibt Wendungen, die überraschen und erstaunen. Auch wenn das Ende dann ähnlich kommt, wie man ahnen kann, ist der Weg dahin sehr fesselnd erzählt.