Herzlich willkommen in einer magischen Scifi-Galaxie! Man befindet sich irgendwo auf fernen Planeten in einer ferneren Zeit, wo man mit Raumkreuzern zwischen den Planeten fliegen kann. Aber es ist kein klassischer Scifi-Roman, sondern es bildet eher den Rahmen und darin eingebettet ist die Story und die Magie bzw. die psinonischen Kräfte, die einen wichtigen Part in der Geschichte einnehmen. Es verfügt aber nicht jeder über entsprechende Kräfte und so bildete sich die Schicht der Edlen heraus, die über psinoische Kräfte verfügen und somit die Oberschicht darstellen. Ich bin der Meinung, das sich das Buch auch gut lesen lässt, wenn man mit Scifi nicht wirklich was am Hut hat, da die paar Begriffe, die vorkommen, gut aus dem Kontext erklärbar sind bzw. sie die Begrifflichkeiten so gewählt, das man sie gut versteht.Persönlich finde ich es etwas schade, das man nicht mehr von den vielen Planeten oder generell der Umgebung gesehen hat, wenn man sich schon in ferne Welten begibt, aber die Geschichte hat auch ohne super funktioniert. _______¿¿¿_______Von der Autorin kenne ich schon die Gargoyle-Queen-Serie und mochte den Schreibstil wieder sehr gern. Hat sich lockerleicht weggelesen - von der ersten Seiten an. Aber ab ca. 40 % hatte mich die Story so sehr gepackt, dass ich es wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und schwups, war es ausgelesen und musste dann leider feststellen, dass die Serie nicht weiter übersetzt wird... An sich ist der Teil der Geschichte erstmal beendet, aber es wird auch direkt das Tor für die Fortsetzung aufgestoßen, die zumindest auf deutsch nicht kommen wird. Man merkt, wie in der anderen gelesenen Reihe, das teilweise immer wieder die gleichen Worte für etwas benutzt werden. Das passt natürlich gut, aber manchmal wäre etwas mehr Wortvielfalt noch schöner. Und was ich gar nicht mochte: "Laborratten", denn ich finde es persönlich ein schlimmes Wort für Laboranten. Ein, vielleicht zweimal als Witz oke. Oder als Abwertung durch die Reichen verstehe ich auch. Aber es wurde schon ziemlich häufig verwendet, vorallem zu Beginn der Geschichte und insbesondere die Protagonistin redet so oft selbst mit diesem abwertenden Wort über sich oder ihre Kollegen (auch da wieder - nur dieses Wort und kein anderes dafür). Trotz der 2 Kritiken am Schreibstil werde ich immer wieder zu ihrem Büchern greifen, da sie sich gut lesen lassen und es so schöne Geschichten sind! Und vielleicht stört das andere auch nicht so sehr wie mich._______¿¿¿_______Das Verhältnis von Vesper und Kyrion ist von Misstrauen geprägt, aber auch immer wieder von Offenheit. Meistens macht der Gesellschaftsstand bei den beiden keinen Unterschied, manchmal aber doch und dann ist es besonders verletztend.Mochte beide Protagonisten gern und konnte jeweils ihre Beweggründe, sowie Gefühle gut nachvollziehen und fand sie sehr nahbar. Gerade Vesper hat so einige Facetten: sie ist verletzlich (meistens eher innerlich), aber auf der anderen Seite sehr tough. Sie kann sich verbal gut zur Wehr setzen, ohne das es übertrieben wirkt, d.h. ich könnte mir wirklich vorstellen, das sie in der Realität so wäre und nicht nur für den Roman eine Schippe drauf gelegt wurde. Und ich mochte ihre Intelligenz richtig gern, wie sie sich z. B. auch aus Situationen wieder herausmanövrieren konnte. Ein Sidecharakter den ich ins Herz geschlossen habe, ist Asterin, eine Edle, die aber im Verhalten mehr als normal menschlich ist, auch wenn sie die Machenschaften der Reichen mitspielt und das tut was nötig ist. _______¿¿¿_______Die Story selber war richtig spannend, gut aufgebaut. Konnte mich die ganze Zeit fesseln, aber ab einem Punkt hat sie richtig Fahrt aufgenommen und es ist eines nach dem anderen passiert, ohne das der Anfang deswegen langweilig wäre. Es wurde einfach nur noch spannender. Viele schöne Ideen und gute Entwicklungen dazwischen. _______¿¿¿_______Wertung: 4,5 ¿