Peter Eickhoff fügt mit seinem Buch der beliebten Reihe des Emons-Verlages 111 Orte, die man gesehen haben muss einen Reiseführer für die Stadt Düsseldorf hinzu.
Sehenswürdigkeiten verschiedener Art werden zunächst im Inhaltsverzeichnis mit einem kurzen Titel genannt und auf den letzten Seiten des Buches auch anschaulich auf verschiedenen Stadtplänen verortet, um die Orientierung zu erleichtern. Nach einem kurzen Vorwort, das mit prägnanten Fragen neugierig macht, finden wir pro Ort jeweils ein hochauflösendes Farbfoto auf der rechten, sowie eine Beschreibung auf der linken Seite. Zusätzlich gibt der Autor auch Informationen zur ÖPNV-Anbindung, Öffnungszeiten und einen kurzen Tipp zu einer weiteren Aktivität, die fußläufig zu erreichen ist. So können gleich mehrere interessante Punkte der Stadt erkundet werden. Der Reiseführer eignet sich somit auch zur Erstellung einer Tour, die basierend auf individuellen Vorlieben selbst zusammengestellt werden kann.
Thematisch sind verschiedene Interessensfelder vertreten. Ein Großteil der Orte beschäftigt sich jedoch mit einer Form von Kunst und oder Geschichte. Darüber hinaus werden auch Kirchen, architektonisch herausstechende Gebäude und Gärten aufgelistet. Der Autor empfiehlt einige gastronomische Lokalitäten, sagenumwobene Orte und erwähnt darüber hinaus Entstehungsorte von Film, Musik und Literatur. Auch alteingesessene Düsseldorfer werden hier sicherlich noch etwas dazulernen können und das ein oder andere Ausflugsziel finden.
Sprachlich ist der Reieseführer etwas gehoben und nicht völlig frei von Fachbegriffen, weshalb es vorkommen kann, dass ein Wort nachgeschlagen werden muss, wenn man nicht gerade Experte verschiedener zeitlicher Epochen und Kunststile ist. Dennoch lesen sich die kurzen Texte flüssig und informativ. Dabei werden auch Personen vorgestellt, die die Stadt Düsseldorf nachhaltig beeinflusst haben. Die Beschreibung der Orte selbst beschränkt sich dagegen nicht ausschließlich auf ihre geschichtliche Bedeutung, sondern enthält auch Informationen zur Atmosphäre, Klientel und gegebenenfalls Preisen. Überraschend gesellschaftskritisch und schonungslos beleuchtet Eickhoff beispielsweise die Punkerszene, obdachlose Personen sowie Wohnungsbesetzer und Drogenverkäufer.
Alles in allem bietet 111 Orte in Düsseldorf, die man gesehen haben muss einen detaillierten Einblick in verschiedene Bereiche der Stadt und lädt dazu ein, die Vielseitigkeit der ausgewählten Orte selbst zu erleben. Dabei tauchen nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten auf, die auch online schnell per Klick einsehbar sind, sondern eher versteckte Lokalitäten, die sonst gerne übersehen werden. Peter Eickhoff beschreibt diese sehr eindrücklich, sodass der Leser schnell und einfach entscheiden kann, welche Punkte interessant wirken und einen Blick wert sein könnten. Es sei aber angemerkt, dass die Mehrheit der Orte sich mit Kunst beschäftigt, was typische Touristen, die meist eher auf der Suche nach schönen Orten zum Entspannen und außergewöhnlichen Läden zum Kaufen von besonderen Souvenirs sind, abschrecken könnte.