Leider weder Chemie noch überzeugende Dialoge, für mich war hier früh Schluss.
Als die Sportreporterin Davina mit einer Panikattacke aus einer Bar flieht, wird sie ausgerechnet von Fußballstar Alec Ward aufgefangen, der selbst gerade in einer sportlichen Krise steckt. Zunächst erkennen sich die beiden nicht. Doch nachdem Alec beim nächsten Spiel endlich wieder glänzt, verrät er in einem Interview, Davina sei sein persönlicher Glücksbringer gewesen. Für Davina ein absolutes No-Go. Nach diesem öffentlichen Fauxpas treffen sich die beiden mit ihren Beratern und beschließen, eine Beziehung vorzutäuschen, von der beide profitieren könnten. Dabei wollte Davina sich nach ihrer letzten Beziehung eigentlich auf keinen Mann mehr einlassen.Ich habe dieses Buch abgebrochen und kann es daher nicht vollständig bewerten. Nach etwas mehr als 100 Seiten habe ich aber beschlossen, dass ich die Dialoge einfach nicht weiter aushalte. Und ja, selten benutze ich dieses Wort, aber hier passt es leider perfekt: cringe. Natürlich ist uns als Leser klar, dass die Figuren in London eigentlich Englisch miteinander sprechen. Aber wenn der Großteil der Dialoge auf Deutsch geschrieben ist und plötzlich einzelne englische Wörter wie Love, Bloody Hell oder bold eingestreut werden, wirkt das auf mich eher unfreiwillig komisch als authentisch. Für mich hat das die ohnehin schon sehr flachen Dialoge noch künstlicher wirken lassen. Grundsätzlich habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn deutsche Autorinnen und Autoren ein britisches Setting wählen. Das kann sehr gut funktionieren und wurde auch schon oft überzeugend umgesetzt. Hier habe ich mich allerdings gefragt, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die Geschichte einfach in Deutschland spielen zu lassen, denn der Schauplatz wirkt letztlich ziemlich austauschbar.Dazu kam, dass ich von Anfang an keinerlei Chemie zwischen den Protagonisten gespürt habe. Davina leidet unter Panikattacken und wird von Zuschauern oft auf ihre Oberweite reduziert, darüber hinaus bleibt sie aber leider ziemlich blass. Auch aus anderen Rezensionen habe ich herausgelesen, dass sich daran später wohl nicht viel ändert.Wenn ich wenigstens eine besondere Dynamik zwischen den Figuren gespürt hätte oder die Charaktere mich irgendwie überzeugt hätten, wäre ich vielleicht trotz der Dialoge drangeblieben. Aber so wollte ich meine Zeit einfach nicht weiter investieren. Dafür warten noch zu viele andere Bücher auf mich.