Auf A Painters Touch habe ich mich wahrscheinlich am meisten gefreut, seit klar war, dass Linus sein eigenes Buch bekommt. Er wirkte in den vorherigen Teilen immer so verletzlich, zurückhaltend und irgendwie besonders. Deshalb hatte ich riesige Erwartungen an seine Geschichte.
Und ich liebe diese Reihe wirklich. Dieses kreative, leicht melancholische Gefühl , die Charaktere und generell diese besondere Atmosphäre. Das hat sich für mich immer wie nach Hause kommen angefühlt. Auch Öland und die ganze Stimmung rund um die Tauchschule mochte ich total. Man merkt einfach auf jeder Seite, wie viel Liebe in das Setting geflossen ist. Meer, kleine Insel, Kunst, Tauchen, das hatte wirklich richtig schöne Vibes.
Auch Emma mochte ich direkt. Sie wirkte authentisch, leidenschaftlich und man hat gemerkt, wie wichtig ihr die Tauchschule ist. Generell fand ich die Idee rund um das verschwundene Testament und die Tauchschule echt spannend, weil dadurch nochmal etwas mehr Handlung reinkam als nur Romance.
Aber genau bei Linus hatte ich irgendwie das Gefühl, dass mir etwas gefehlt hat. Ich mochte das Buch wirklich gern, aber ich hatte erwartet, emotional noch viel mehr abgeholt zu werden. Gerade weil Linus vorher immer so verletzlich und tiefgründig gewirkt hat, hätte ich mir bei ihm als Protagonisten einfach noch mehr emotionale Intensität gewünscht. Mehr von seinen Gedanken, mehr von seinem Inneren und irgendwie auch mehr Tiefe in der Lovestory.
Der Schreibstil war wieder super angenehm und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, aber am Ende blieb bei mir trotzdem dieses kleine ich wollte mehr. Mehr Emotionen. Mehr Tiefe. Mehr von dem Linus, den man in den vorherigen Büchern kennengelernt hat.
Trotzdem ein wirklich schöner und atmosphärischer Abschluss für eine Reihe, die ich unglaublich gern gelesen habe.