In Hotel Ambrosia von Katie Kento geht es um die 17 jährige Robyn, die sowohl ein riesiger True-Crime-Fan ist, als auch das sagenumwobene Hotel Ambrosia direkt vor ihrem Fenster hat. Dort sollen schon einige ungelöste Fälle passiert sein. Als sie von ihrem Fenster aus eine Entführung sieht, will sie der Sache auf den Grund gehen. Das einzige Problem: sie kann durch eine Krankheit ihr Zimmer nicht mehr verlassen, also bleibt ihr nur beobachten.
Dieses Buch hat mich auf alle erdenklichen Arten umgehauen. Es ist fesselnd und mitreißend, voller Spannung, Verwirrung und Wendungen und hat mich dadurch das Buch in knapp zwei Tagen durchsuchten lassen. Katie Kento schreibt aus der dritten Erzählperspektive, was für mich zuerst ungewohnt war. Trotzdem erfährt man nur so viel, wie Robyn sich selbst erschließt und der Schreibstil zieht einen mit. Während des Lesens durchfährt man eine Achterbahn der Gefühle, von ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht bis zu ich will die Seite gar nicht umblättern, ich hab schiss, denn die Geschichte hat die ein oder andere wirklich spannende Wendung. Das Hotel als Setting bringt viele spannende Charaktere, Geschichten und mögliche Täter:innen mit und hat mir somit sehr gut gefallen. Besonders liebevoll fand ich die gestalteten Seiten mit Karten, Chatverläufen und E-Mails, die das Geschehen nochmal besser visualisiert haben.
Robyn ist eine sehr interessante Protagonistin. Durch ihre Long-Covid-Erkrankung bringt sie eine große Abwechslung mit in die Geschichte. Erst war ich etwas skeptisch, wie ein Thriller aufgebaut ist, wenn die Protagonistin nur zuschauen kann, denn Robyn ist auf einen Rollstuhl angewiesen und kann die Wohnung nicht verlassen, aber dieses Konzept hat mehr Spannung und Ungewissheit mitgebracht. Nur die Zeiteinschätzung war schwer, da die sie durch die Krankheit viel und oft schläft und man nicht immer einschätzen konnte, an welchem Punkt und an welchem Tag man sich gerade befindet.
Hotel Ambrosia hat mich auf jede erdenkliche Art umgehauen. Es ist spannend, fesselnd, verwirrend und hat unerwartete Plottwists auf Lager.
Ich empfehle dieses Buch allen:
ab 14, die spannende Geschichten mögen und vielleicht auch schon andere Krimis oder Thriller gelesen haben. Sonst ab 15/16, wenn du auch ein kleiner Angsthase bist, wie ich, denn zum Ende hin wurde es etwas grausam/brutal, trotzdem eignet es sich noch als Jugendbuch
die mal wieder ein Buch so richtig durchsuchten wollen (und am besten auch die Zeit dazu haben lol)
die A Good Girls Guide to Murder geliebt haben und etwas ähnliches suchen