Cooler Plot, Tick zu lang, etwas gewöhnungsbedürftige Protagonistin
"Blutlinien-Das Mädchen im Wald" von Johannes Seläker ist Teil 1 der sogenannten "Blutlinien-Reihe", einer Thrillerserie, in welcher die Journalistin Selma Halilovic die Hauptfigur ist. Diese ist gerade zurück nach Umea gezogen, als es ein Video auftaucht, in dem eine junge Frau live im Internet Selbstmord begeht. Gleichzeitig verübt eine geheimnisvolle Gruppe seltsame Sabotage-Akte, die teilweise tödlich enden. Was hat es damit auf sich? Für ihren alten Arbeitgeber beginnt Selma zu recherchieren und muss sich dabei auch mit ihrer eigenen dunklen Vergangenheit auseinandersetzen. Mir hat das Buch grundsätzlich ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die kurz gehaltenen Kapitel lesen sich flüssig weg. Mit Selma als Protagonistin bin ich aber noch nicht so ganz warm geworden. Dennoch ist der Plot durchaus spannend, auch wenn er teilweise vielleicht etwas kürzer hätte gehalten werden können. Ein sehr dramatischer Showdown und ein kleiner Cliffhanger am Ende machen aber Lust auf die Fortsetzung. Zentrales Thema sind u.a. Sektengemeinschaften und Missbrauch bzw. die Verarbeitung dieser Taten. Gute 4 Sterne von mir.