¿EIGENE MEINUNG:Jedes Jahr freue ich mich auf den Weihnachtsroman von Sarah Morgan und auch dieser hat mich wieder gut unterhalten, winterlich gestimmt und darin versinken lassen.Im Vergleich zu den letzten Romanen, in denen jeweils anteilig drei Frauen eine große Rolle gespielt haben, konzentriert sich dieses Buch aus meiner Sicht stärker auf die Hauptprotagonistin Imogen. Diese ist sympathisch, verstrickt sich allerdings durch vergangene Erfahrungen in einem Gebilde, dass nicht Leben zu nennen ist. Auf ihrem Weg zu Selbstbestimmtheit und innerer Klarheit trifft sie auf wunderbare Nebencharaktere und zeigt durchaus Stärke, auch wenn sie für mich ruhig noch etwas mehr Pepp hätte haben können.Dagegen gefallen mir die beiden anderen Frauen - Dorothy (etwa 60 Jahre alt) und ihre Tochter Sara - um einiges besser: Sie haben beide ihre eigenen Themen zu bearbeiten, aber dabei Schwung und sorgen für das typische Sarah Morgan-Setting. Das sich im Hintergrund ein verbindender roter Faden abzeichnet ist schnell klar, dennoch kann die Ausführung hier berühren und bringt die richtige Portion Spannung in Spiel. Daneben wird die Liebesgeschichte ruhig eingeflochten und darf wachsen.Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und die Perspektivwechsel zwischen den drei Frauen sorgen für viel Nähe zu ihnen. Der Anfang machte es mir bei diesem Roman etwas schwerer, als bei anderen ihrer Geschichten. Aus meiner Sicht nimmt er sich zu viel Zeit für Imogens Geschichte, bevor sich ihre mit denen von Sara und Dorothy verflicht. Dafür finde ich die neuen Cover-Gestaltungen wesentlich ansprechender!Und Du meine Güte: Kann mich jemand für einen Monat in dieses winterliche Cottage in den Cotswolds, mit prasselndem Kaminfeuer und einem Berg an Gemütlichkeit schicken? ¿FAZIT:Ein weiterer Sarah Morgan-Weihnachtsroman, der sich den dauerhaften Aufenthalt in meinem Regal redlich verdient hat: Gemütlichkeit, Familie, Liebe, Spannung, Tiefe, Raum für Entwicklung,... Berührend, aber nicht belastend, sondern einfühlsam!