Aurora ist die Prinzessin von Morena, die seit ihrer Kindheit eng mit einigen Formel-1-Fahrern verbunden ist darunter ihr bester Freund Konstantin und Adrian Brunetti, der beste Freund ihres Bruders. Nach dem tragischen Tod Konstantins, der die gesamte Freundesgruppe erschüttert hat, versucht Aurora, ihre Rolle als Prinzessin zu erfüllen und ihre Gefühle hinter einer perfekten Fassade zu verbergen. Als sie und Adrian sich während der Weißen Nächte näherkommen, verbringen sie eine unbeschwerte, ausgelassene Zeit, die in einer impulsiven Hochzeit endet an die Aurora sich kaum erinnern kann. Während sowohl Adrians Management als auch Auroras Familie diese Verbindung ablehnen und eine schnelle Annullierung anstreben, nimmt alles eine dramatische Wendung, als Adrian bei einem Rennen in einen schweren Unfall verwickelt wird.
Die Formel-1-Elemente stehen in dieser Dilogie klar im Vordergrund, und man merkt deutlich, dass Carolin Wahl nicht nur Fan des Sports ist, sondern auch ein gutes Gespür dafür hat, die Atmosphäre und Dynamik authentisch einzufangen. Für Formel-1-Fans ist das Buch daher ein echtes Highlight, während Leserinnen und Leser, die weniger Bezug zum Motorsport haben, sich auf viele Fachbegriffe und Rennsituationen einstellen müssen.
Besonders gelungen ist die Darstellung von Adrians Schicksalsschlag und seiner Verzweiflung, nachdem sein Leben und seine Karriere plötzlich aus den Fugen geraten. Seine Emotionen wirken greifbar und intensiv, sodass man als Leser*in stark mit ihm mitfühlt. Allerdings wiederholen sich im Verlauf der Geschichte teilweise seine Verschlossenheit und Auroras Versuche, zu ihm durchzudringen, was stellenweise etwas redundant wirkt.
Das Ende der Geschichte löst die Konflikte relativ schnell und einfach auf und führt zu einem eher raschen Happy End. Dadurch verliert die zuvor aufgebaute emotionale Spannung ein wenig an Wirkung.
Zudem hat das Leseerlebnis darunter gelitten, dass bereits im ersten Band der Dilogie viele Aspekte von Auroras und Adrians Geschichte vorweggenommen wurden.
Rückblickend wäre es möglicherweise stärker gewesen, diese Handlung nur anzudeuten, sodass sie im zweiten Teil eigenständiger und überraschender hätte wirken können.
Insgesamt ist Colliding Hopes eine emotionale Fortsetzung mit starken Momenten, insbesondere für Fans von Formel 1 und intensiven Liebesgeschichten. Trotz kleiner Schwächen in der Wiederholung und im etwas zu schnellen Ende überzeugt das Buch durch seine Atmosphäre und die greifbaren Gefühle der Figuren. Wer bereits den ersten Teil mochte, wird auch hier mitfiebern können, während sich neue Leser*innen auf eine sehr motorsportgeprägte Romance einstellen sollten.
Danke an NetGalley und den Verlag Loewe Intense für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.