Ein atmosphärischer leicht düsterer Roman der sich trotz Längen gut lesen lässt
Das Mädchen aus Yorkshire von Lucinda Riley ist eines ihrer
frühen Werke. Sie schrieb das Buch 1993 als Lucinda Edmonds und war ihr zweiter
Roman. Sie hatte den Wunsch dieses Buch zu überarbeiten und als Lucinda Riley
neu zu verlegen. Durch ihren Tot hat nun ihr Sohn Harry Whittaker diese Aufgabe
übernommen, das Werk etwas überarbeitet und neu herausgebracht.<o:p></o:p>Das Buch spielt in den 1970iger und 80iger Jahren. Dabei
geht es hauptsächlich um die junge Leah die in Yorkshire aufwächst. Sie hat
eine beschauliche Kindheit und ist mit der Nachbarsfamilie Delancey auf
verschiedene Weisen verbunden. Durch Zufall wird sie von einer Modelagentin
entdeckt und legt eine glanzvolle Karriere hin. Doch es gibt auch Schatten in
Leahs Leben und als Geheimnisse aus der Vergangenheit anfangen ans Licht zu
kommen steht für sie alles auf dem Spiel.<o:p></o:p>Ich lese die Bücher von Lucinda Riley unheimlich gerne.
Allerdings habe ich mich mit dem Buch etwas schwer getan. Es lag nicht unbedingt
am Schreibstil, dieser war wieder sehr angenehm und leicht. Auch die Perspektivenwechsel
machten das Buch noch spannender und interessanter. Es ist atmosphärisch und man
durchläuft mit den Protagonisten so manche Gefühlregungen. Mich störten die vielen
Längen und Ausführlichen Beschreibungen. Es wirkte dadurch alles etwas träge und
zäh. Anfangs hatte ich auch meine Probleme in die Geschichte zu finden und fragte
mich wo die Autorin ihre Leser hinführen möchte.<o:p></o:p>Die Geschichte an sich ist, wie nicht anders zu erwarten gewesen,
sehr vielschichtig und hat wieder viele Themen. So wird das Modelleben beleuchtet,
aber auch Neid, Hass, Liebe, Depression, Selbstaufgabe, Mord und der zweite Weltkrieg
finden hier ihren Raum. Es ist wirklich viel was die Autorin in nur einem Buch versucht
unter zu bringen. Für die Geschichte hätten es auch ein paar Themen weniger sein
können. Allerdings passen alle gut ineinander und am Ende klärt sich alles in einem
Showdown auf. Und doch wirkt es etwas überladen. <o:p></o:p><!--StartFragment-->
<!--EndFragment-->An sich war das Buch wieder unterhaltsam, spannend und atmosphärisch.
Es wirkt stellenweise etwas düster und vorhersehbar, lässt sich trotzdem gut lesen.
Man merkt dass es eines der ersten Werke der Autorin ist und wie sie sich weiterentwickelt
hat. <o:p></o:p>