Die Rothschilds: Der Aufstieg und Glanzzeit des Hauses zeichnet den Weg einer Frankfurter jüdischen Kaufmannsfamilie zur europäischen Finanzmacht nach. Von Mayer Amschel Rothschilds Anfängen bis zur internationalen Tätigkeit seiner Söhne entfaltet Corti ein Panorama von Staatsanleihen, Kriegsfinanzierung, Diplomatie und sozialem Aufstieg. Sein Stil verbindet archivalisch gestützte Darstellung mit erzählerischer Spannung; im Kontext der biographisch-historischen Sachprosa des frühen 20. Jahrhunderts erscheint das Werk als große Familien- und Wirtschaftsgeschichte zugleich. Egon Cäsar Conte Corti, österreichischer Historiker und adeliger Publizist, war besonders an den Schaltstellen von Dynastie, Politik und Gesellschaft interessiert. Seine Herkunft und seine Nähe zur mitteleuropäischen Erinnerungskultur der Monarchie prägten seinen Blick auf Macht, Prestige und Netzwerke. Gerade diese Interessen konnten ihn zur Geschichte der Rothschilds führen: einer Familie, deren Einfluss nicht auf Thronen, sondern auf Kredit, Vertrauen und grenzüberschreitender Organisation beruhte. Empfohlen sei dieses Buch allen, die die Entstehung moderner Finanzeliten verstehen wollen. Es bietet keine bloße Anekdotensammlung, sondern eine gelehrte, anschauliche Einführung in das Zusammenspiel von Kapital, Staat und europäischer Geschichte.