Die Welt um uns herum verschwindet. Es gibt nur noch uns. In ihren Augen sehe ich all die verlorenen Jahre und ich würde alles tun, um sie zurückzubekommen.
Inhalt:
Cleo Fantino und Alexander Hallendale waren das Paar an der Dunbridge Academy. Jeder wusste, dass sie füreinander bestimmt sind, aber nun, in der Oberstufe, steht Cleo vor den Scherben ihrer Beziehung und ahnt: Sie ist ohne Alexander besser dran. Niemals könnte sie ihm verzeihen, dass er sie im Stich gelassen hat, als sie ihn am dringendsten brauchte. Inzwischen hat Alexander das Internat verlassen. Cleo kann das nur befürworten, doch als sie gerade glaubt, über ihn hinweg zu sein, steht er auf einmal wieder vor ihr, und hinter seiner unnahbaren Fassade bemerkt Cleo schon bald all den Schmerz, den sie teilen. Mit jeder Faser ihres Seins möchte sie ihn hassen - und kann nichts dagegen tun, dass sich ihr Herz noch immer nach ihm sehnt ...
Meinung:
Zurück an die Dunbridge Academy!
Die Dunbridge Academy ist mir mit ihren Büchern immer mehr ans Herz gewachsen, weshalb ich mich wahnsinnig gefreut habe, mit Whoever wieder zurückkehren zu können und dieses Mal die Geschichte von Cleo und Alexander zu verflogen. Und auch dieses Buch hat mich wieder absolut begeistern und mitreißen können.
Allein die Gestaltung ist für mich jedoch ein richtiger Hingucker. Ich liebe einfach das Logo und die Schrift als Hingucker, die Farben und den gleichbleibenden Stil sehr. Auch wenn das Cover auf den ersten Blick sehr schlicht wirkt, gefällt mir genau das daran auch so wahnsinnig gut. Abgerundet wird das Gesamtbild dann natürlich auch durch den hübschen Farbschnitt!
Der Schreibstil von Sarah Sprinz war dabei gewohnt locker, leicht und dennoch an den richtigen Stellen poetisch und tiefgründig. Entsprechend konnte ich das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen und habe die Geschichte innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Schön fand ich es dabei, durch die Sichtweise beider Charaktere auf die Handlung blicken und so auch ihr Gefühlschaos verstehen zu können.
Der Einstieg in die Geschichte war leicht möglich, denn hier begleiten wir Alex zurück an die Dunbridge Academy, nachdem er den Ort hinter sich gelassen hat. Doch wie es der Klappentext bereits verrät, trifft er hier auch wieder auf Cleo, die Person, die ihm einmal so viel bedeutet hat. Die beiden waren im Grunde das Vorzeigepaar, immer füreinander da und dennoch kam der Bruch durch ein einschneidendes Erlebnis
Ich fand, die Autorin schafft es unglaublich, das Konfliktpotenzial zwischen den Protagonisten interessant zu beschreiben. Denn anfänglich ist da so wahnsinnig viel Unausgesprochenes zwischen ihnen. Doch für all das gab es einen Grund und so erfahren wir als Lesende immer mehr. Wobei dann wiederum die Puzzleteile an den richtigen Ort rücken. Zwischen Trauer und Wut ist da aber auch gewissermaßen Hoffnung auf so viel mehr. Ich habe auf jeden Fall sehr mit Cleo und Alex mitgefühlt und konnte auch die Gründe am Ende nachvollziehen.
Gleichzeitig hat es Sarah Sprinz geschafft, dass die beiden wieder zueinander finden. Langsam und dennoch in einem nachvollziehbaren Tempo. Und genau diese Entwicklung, die schmerzhaften Momente genauso wie die ehrlichen Szenen, hat sie sehr feinfühlig beschrieben. So fand ich die Liebesgeschichte von Cleo und Alex sehr authentisch eingefangen und musste selbst mehr als einmal eine Träne verdrücken.
Daneben fand ich aber auch die Handlung selbst wundervoll. Themen wie Freundschaft (ich fand die Clique großartig!) und Liebe kommen nicht zu kurz, genauso wie die Verbindung zwischen Alex und seinem Pferd, was ich nicht erwartet hätte. Auch die verschiedenen Tropes fand ich ganz wunderbar verwoben und so ist in meinen Augen eine tolle Second-Chance-Geschichte entstanden.
Und auch die Charaktere selbst habe ich einfach unglaublich in mein Herz geschlossen. Cleo wirkte auf mich wie eine offene, herzliche und dennoch zögerliche Persönlichkeit, die das Herz dennoch am richtigen Fleck hat. Außerdem konnte mich auch Alex mit seiner fürsorglichen und charmanten Art von sich überzeugen. Ich fand vor allem, dass die beiden sich gegenseitig wahnsinnig gut ergänzt haben.
Kurz möchte ich auch noch einmal auf das Setting eingehen. Denn die Dunbridge Academy ist für mich einfach ein absoluter Wohlfühlort. In jedem Buch gibt es dabei auch wieder neue Orte zu entdecken und ich fand den Vibe und die Atmosphäre wieder so unheimlich gut beschrieben.
Aus diesem Grund kann ich nur eine große Empfehlung für diesen Titel aussprechen. Der Vibe, die Charaktere und ihre Konflikte sowie die Handlung selbst konnten mich einfach vollkommen überzeugen und mitreißen. Wobei ihr euch sicher sein könnt, dass ihr euch auf eine absolute Achterbahn der Gefühle einlässt, wenn ihr diese Geschichte lest. Meine Vorfreude auf den dritten Band der Reihe ist schon jetzt riesig, weshalb ich den Oktober auch schon herbeisehne.