Cleo ist noch nicht über die Trennung von Alexander Hallendale hinweg, als dieser plötzlich wieder an der Dunbridge Academy auftaucht. Mit einem Schlag sind alle alten Gefühle wieder zurück: Fassungslosigkeit, Wut, Trauer ... und Liebe. Cleo und Alexander haben beide Narben davongetragen und beide gehen unterschiedlich damit um. Haben sie noch eine zweite Chance?
Meine Gedanken:
Auf die Geschichte von Cleo und Alexander war ich seit Band 1 des Spin-Offs schon sehr gespannt und es war anders als erwartet. Die Geschichte entwickelte sich langsam und zog sich dadurch etwas in die Länge. Ich verstehe, dass der Roman oder vielmehr die Charaktere genau das brauchten, um zu zeigen, wie tiefgreifend ihre gemeinsame Vergangenheit sie immer noch miteinander verbindet, aber für mich war die Spannung dadurch nicht immer so präsent, wie ich es mir gewünscht hätte.
Der Second Chance Trope ist hier ziemlich überzeugend und hat eine besondere emotionale Tiefe, die mir nicht nur einmal sehr nahe gegangen ist und mir Tränen in die Augen getrieben hat. Der Schreibstil, locker, leicht wie von Sarah Sprinz gewohnt, war an einigen Stellen fast schon poetisch, was ich mochte.
Dieser Teil konnte mich nicht so stark packen wie der Vorgänger und auch die Spannungskurve war etwas abgeflachter, dafür haben mich die Charaktere zu 100% von sich überzeugt. Besonders abgeholt hat mich die Charakterentwicklung von Gus, einem Nebencharakter, der hiernach meiner Meinung nach ein eigenes Buch verdient hätte. Ich habe es geliebt, dass er hier mehr Tiefe bekommen hat (bis dahin war er eher der Klassenclown) und sich auch als wahnsinnig einfühlsamer Freund für die Protagonisten herausgestellt hat.
Die Geschichte von Cleo und Alexander war emotional, tiefgründig, manchmal vorhersehbar, aber dadurch nicht weniger herzergreifend. Ihre Liebesgeschichte hat sich in einem realistischen Tempo entwickelt, gerade wenn man ihre gemeinsame Vergangenheit betrachtet. Das Ende überzeugt vor allem durch einen Cliffhanger der fiesen Art, wo man am liebsten sofort zu der Fortsetzung greifen möchte.
Im Allgemeinen hat sich Whoever für mich eher gezogen, doch die emotionalen Themen wurden sehr behutsam und schön aufgearbeitet und man konnte gut nachempfinden, was den Charakteren durch den Kopf ging. Ein schöner zweiter Teil der besonders neugierig auf Band 3 macht.