Die Geschichte, die so langsam und fast schon gemütlich beginnt, entpuppt sich bald als Horrorroman in der klassischen Stephen-King-Art. Dieser Autor wird im Buch nicht nur zitiert, sondern er durfte auch die Vorabversion des Romans begutachten, wie Linwood Barclay in seiner Danksagung erwähnt. In Teilen erinnert die Handlung und Machart tatsächlich an Needful things. Die Schockmomente des Buches sind perfekt gesetzt, verzichten auf blutige Höhepunkte, treffen durch ihre Platzierung aber perfekt den Nerv des Horrorfans. Alle, die das Buch gelesen haben und einen Thriller oder Krimi erwartet haben, hätten sich vielleicht vorher schlau machen sollen. Der Autor beschreibt genau wie sein Vorbild präzise die kleine, amerikanische Stadt und das schleichende Grauen, das sie befällt. Geschickt und klug wird ein Netz gesponnen, aus dem es weder für den Leser noch die Figuren des Buches ein Entrinnen gibt. So muss ein Horrorroman aufgebaut sein. Sich langsam steigernd, raffiniert geschrieben und immer mit dem Grundrauschen des Bösen, das man erwartet, das einen dann aber doch eiskalt erwischt. Übersetzung und Machart des Buches sind einwandfrei, es gibt keinerlei Druckfehler oder Logiklücken. Einzig mit der Umwandlung des Titels von whistle in Komm spielen muss man sich etwas anfreunden, doch beide passen letztendlich zum Konzept und der Hauptidee des Buches. Wer King und Co. liebt, findet hier neues Lesefutter. Wer dazu noch Fan von Modelleisenbahnen ist, hat doppelt so viel Vergnügen, versprochen.
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