Nachdem Madeleine Becker (bekannt als @frau_freudig) jahrelang auf einem Milchviehbetrieb wertvolle Erfahrungen gesammelt hat, macht sie in diesem Buch den finalen Schritt: Gemeinsam mit ihrem Partner Lukas zieht sie in ein eigenes Haus im Wald in der Steiermark.
Es ist die Geschichte einer Wald-WG, bestehend aus zwei Menschen und einer bunten Schar von Tieren (pensionierte Kühe, Hühner, Kater). Doch statt fertigem Paradies wartet ein sanierungsbedürftiger Altbau und die Herausforderung, das Ideal von Tierwohl und Selbstversorgung in die eigene Realität umzusetzen.
Im Vergleich zu ihren Vorgängerbänden ist dieses Buch noch persönlicher und reflektierter:
Der Renovierungs-Wahnsinn: Becker beschreibt ehrlich die physischen und psychischen Kraftakte, die der Umbau eines alten Hofes mit sich bringt. Es geht nicht nur um hübsche Deko, sondern um harte Arbeit und existenzielle Fragen.
Die Frage nach dem Warum: Das Buch bohrt tiefer. Es geht um Nachhaltigkeit im Kleinen, den Schutz der Umwelt und die bewusste Entscheidung, welche Werte im eigenen Leben zählen sollen.
Authentizität statt Filter: Wer Madeleine auf Instagram folgt, kennt die schönen Bilder im Buch erfährt man jedoch von den Zweifeln, den Hürden mit Behörden oder Nachbarn und dem Druck, den ein solches Projekt auf eine Beziehung ausüben kann.
Mein Fazit
Gekommen, um zu bleiben ist das erwachsene Finale (oder besser: der echte Anfang) ihrer Aussteiger-Reise. Es ist eine Liebeserklärung an das einfache Leben, ohne die Augen vor der Komplexität unserer Zeit zu verschließen. Ein Muss für alle, die den ersten Teil ihrer Reise verfolgt haben und nun wissen wollen, wie sich das Ankommen wirklich anfühlt.
Highlight: Der hochwertige Bildteil mit persönlichen Natur- und Tierfotos macht das Gelesene direkt greifbar.