Wie es in den Iden den März mit Cäsar ausging, weiß so ziemlich jedes Kind: Er wurde ermordet, sein eigener Adoptivsohn Brutus war unter den Senatoren, welche den angehenden Alleinherrscher des Römischen Imperium um die Ecke brachten. Aber was wäre genau, wenn das alles so nicht passiert wäre? Was wäre dann aus dem Römischen Imperium geworden, aus Cäsars Neffen Augustus, welcher dann der erste der Römischen Kaiser werden sollte? Was wäre aus Kleopatra und weiteren berühmten Köpfen aus der Geschichte geworden? Genau auf diese Reise nimmt Michael Peinkofer den Leser mit. Allerdings nicht auf völlig ausufernden Hirngespinsten, sondern einfach nur aus der Idee heraus, was wäre passiert, wenn Brutus sich nicht auf die Seite der mordlüsternen Senatoren geschlagen hätte, sondern zu Cäsar, seinen Vater gehalten hätte....? Wer jetzt glaubt, es ist ein träger Abklatsch einer völlig langweiligen Geschichtsposse eines völlig uninspirierten Geschichtslehrers - gut als Roman verpackt - aber dennoch eben langweilig, der irrt hier völlig. Eigentlich waren die vorgegebenen Leseabschnitte eine echte Qual, so spannend schafft es Michael Peinkofer, einen Geschichtsroman so spannend zu erzählen, als hätte ein gewisser Sebastian Fitzek die Thrilleraspekte gesetzt. So hätte früher der Geschichtsunterricht in der Schule auch viel mehr Spaß gemacht. Weil es Michael Peinkofer schafft, nah an der realen Geschichte - zumindest das was die Geschichtsschreiber uns aus der damaligen Zeit weis machen wollten - dennoch die Aspekte rauszukitzeln, welche so, zumindest nach den Historienschreibern nie stattfanden, aber genau so hätten passieren können. Er es außerdem schafft, die Charaktere so echt zu zeichnen, das man meint, man hätte gestern Cäsar, Marcus Antonius oder Brutus beim Bäcker getroffen...
Für mich glatte 5 Sterne und der Hunger nach mehr aus der Geschichte und der Frage "was wäre, wenn?"