Was, wenn dein Vater selbst nach seinem Tod noch versucht, dein Leben zu bestimmen?
Mit Summer Storms hat Sarah MacLean mich vollkommen überrascht. Dieses Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern ein emotionales Familiendrama, das noch lange nachhallt.
Alice Storm kehrt nach Jahren der Verbannung auf die Familieninsel zurück. Der Tod ihres milliardenschweren Vaters bringt die vier Geschwister wieder zusammen. Doch selbst aus dem Grab heraus versucht er noch, ihr Leben zu lenken. Durch eine Reihe von Aufgaben und Herausforderungen sollen sie um ihr Erbe kämpfen ganz so, wie er es schon immer getan hat.
Der Familienname Storm ist hier wirklich Programm.
Alte Konflikte, verletzte Gefühle, Familiengeheimnisse und jahrzehntelange Rivalitäten sorgen für jede Menge Spannung. Besonders beeindruckt hat mich, wie eindringlich gezeigt wird, welchen Einfluss familiäre Erwartungen und Manipulationen auf das gesamte Leben haben können.
Die Charaktere waren vielschichtig, ihre Entwicklungen nachvollziehbar und die Dynamik zwischen den Geschwistern unglaublich fesselnd. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn ihr Vater andere Entscheidungen getroffen hätte.
Dazu kommt Sarah MacLeans flüssiger Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen.
Für mich ein absolutes Highlight, das zeigt, wie schwer es sein kann, sich aus alten Familienmustern zu lösen und seinen eigenen Weg zu finden.