
In der öffentlichen Diskussion ist in jüngerer Zeit immer wieder die Sorge um eine Verengung des Meinungskorridors und eine damit einhergehende negative Entwicklung der Debattenkultur beklagt worden. Vor allem eine Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach, die 2021 offenlegte, dass nur noch 45 Prozent der Befragten glauben, die eigene politische Meinung in Deutschland frei äußern zu können, befeuerte diese Frage.
Die vorliegende Arbeit verfolgt die vorgebrachte Problemstellung empirisch für die Schule, indem ins Zentrum gestellt wird, inwiefern eine mögliche Beschränkung von Meinungsäußerungen die Erziehung von Schülerinnen und Schülern zu mündigen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, mithin also die Zukunft der Demokratie, beeinflusst. Aus den Ergebnissen der an baden-württembergischen Gymnasien durchgeführten Umfrage unter Lernenden und Lehrenden wird ein pädagogisch-didaktisches Konzept entwickelt, das zur Stärkung der Demokratieerziehung für die Umsetzung im (Politik-)Unterricht vorgeschlagen wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung. - Definition des Problemfeldes. - Stand der Forschung zum Umgang mit abweichenden Meinungen. - Zwischenfazit 1. - Hypothesenbildung und Entwicklung des Untersuchungsinstruments. - Bedingungen und Ablauf der Untersuchung. - Statistische Analyse. - Zwischenfazit 2. - Auswirkungen auf den (gymnasialen) Schulunterricht. - Schlussbetrachtung. - Literatur- und Quellenverzeichnis.
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