David outet sich als schwul. Daraufhin mobben ihn seine Mitschüler aufs Übelste und stellen einen Bezug zwischen seinem Namen und seiner jüdischen Abstammung her. Davids Leben gleicht einem Spießrutenlauf. Wirkliche Hilfe erfährt er nirgends, auch zu Hause nicht. Doch plötzlich beginnen den Beteiligten schreckliche Dinge zu widerfahren. Wer rächt David?Was David durchmachen muss, ist schrecklich. Wie bösartig können Menschen sein? Es ist mir unbegreiflich, dass er nirgendwo Hilfe bekommt. So viele Menschen sind beteiligt oder bekommen es mit, aber niemand hilft. Ist das wirklich das, was gerade hundertfach an unseren Schulen passiert? Warum schauen so viele Menschen einfach weg?H. C. Scherf hat sich mit diesem wichtigen Thema befasst. Die Geschichte soll aufrütteln und uns dazu bewegen, genauer hinzuschauen, statt wegzuschauen, wenn wir mit Mobbing konfrontiert werden. Es war grausam zu lesen, was David passiert ist. Eine Geschichte, die unheimlich wichtig ist.Leider hatte ich ein Problem mit dem Schreibstil. Die Protagonisten pflaumen sich ständig an. Gefühlt haben sie keinen einzigen normalen Satz miteinander gesprochen. Es passieren schlimme Dinge, doch niemand spricht darüber. Keinem geht es psychisch schlecht. Das war für mich streckenweise unglaubwürdig. Denn wenn einem solche Dinge widerfahren, geht man nicht einfach am nächsten Tag in die Schule, als wäre nichts gewesen. Auch die Eltern reagieren nicht, obwohl ihre Kinder in Gefahr sind. Ich kann es leider nicht genauer beschreiben, ohne zu viel zu verraten.Davids Geschichte hat mich berührt, auch wenn mir der Schreibstil nicht gefallen hat.Leider kann ich nur 3,5 Sterne vergeben, empfehle die Geschichte aber dennoch weiter, da sie ein wichtiges Thema behandelt.