Wer auf Bösewichte steht, wird sich hier köstlich amüsieren. Denn das Böse schläft nie und wenn doch, dann mit einer Kissenmauer zwischen sich und seiner Angebeteten. Die Idee hinter dieser Geschichte finde ich mega spannend. Ich liebe gute Bösewichtsgeschichten. Erst recht, wenn diese Humor haben. Dieses Buch verbindet die beiden genannten Punkte und erschafft ein düsteres und humorvolles Abenteuer voller Magie und Leidenschaft.
Das Setting war sehr düster und wild. Es hatte innovative Ideen und überzeugende magische Gesetze. Die Politik samt ihrer Intrigen und Verbündeten war durchweg faszinierend und das Worldbuilding auch gut durchdacht. Die Storyline hingegen war sehr charakterfokussiert und hat dadurch die eine oder andere Länge. Die Welt jedoch kennenzulernen, hat viel Spaß gemacht. Unsere Protagonistin ist rebellischer Natur und das, obwohl sie von einer Heldenblutlinie abstammt. Sie ist in ihrem Verhalten authentisch und hat mich wirklich positiv überraschen können. Unser Superbösewicht hingegen war um einiges komplexer, als man denkt. Denn gerade durch die eingebauten Perspektivwechsel konnte man ein gutes Gefühl für seine Person bekommen. Ich mochte seine kalte und herrische Art sehr. Die Entwicklung der beiden Figuren samt ihrer Dynamik war spannend und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Denn der Humor war dunkel und die Kreativität der Geschichte grenzenlos. Die Lovestory war auch wirklich witzig und ich musste ziemlich oft schmunzeln. Sie vereint Slow Burn, Enemies-to-Lovers und Forced Proximity.
Ein Kritikpunkt meinerseits ist jedoch, dass sich die Geschichte etwas in die Länge zieht. Wir hätten sie auch locker um 100 Seiten kürzen können, jedoch ist das meine subjektive Meinung. Das Ende war dann nochmal ziemlich schwungvoll und hat einiges an Plot-Twists rausgehauen. Gleichzeitig gibt es jetzt viele Fragen, auf die ich noch keine Antwort habe. Von mir bekommt das Buch 4,5 Herzen.