
In von Zerstörung, Wiederaufbau und hohem Baudruck geprägten Großstädten rücken archäologische Bodendenkmale zunehmend in den Fokus der Stadtplanung. Am Beispiel Berlins und Frankfurts am Main blickt Henri Hoor auf den Paradigmenwechsel im Umgang mit stadtarchäologischem Erbe: von randständigen Befunden hin zu zentral inszenierten Erinnerungsorten. Er zeigt, wie Archäologie, Denkmalpflege und Stadtplanung historische Leitbilder aushandeln, materielle Spuren neu bewerten und Vergangenheit im Stadtraum sichtbar machen. An der Schnittstelle von Archäologie, Stadtforschung und kritischem Erbe-Diskurs eröffnen die Ergebnisse neue Perspektiven auf Geschichtspolitik und -vermittlung in modernen Innenstädten.
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