Belvedere, eine idyllische italienische Kleinstadt in der Toskana, versprüht vom ersten Moment an pures Urlaubsfeeling. Zwischen Weinbergen, Sonne und dem charmanten Dorfleben habe ich mich sofort wohlgefühlt u d hätte am liebsten meine Koffer gepackt. Elisa arbeitet auf einem herrschaftlichen Anwesen und kümmert sich mit viel Herzblut um den Weinanbau. Seit sie mit 16 Jahren ungeplant Mutter wurde, hat sie dort ihr Leben aufgebaut und ihre liebenswerte 13-jährige Tochter großgezogen. Sie ist eine starke Frau, die niemals den einfachen Weg geht und sich nicht mehr von den schönen Worten eines Mannes, um den Finger wickeln lässt.Als das Anwesen vererbt wird, kehrt Elisas Jugendfreund Michael zurück. Er hat auf dem Anwesen einen großen Teil seiner Kindheit verbracht und verbindet mit dem Weingut unzählige Erinnerungen, viele davon gemeinsam mit Elisa, als sie zwischen den Weinbergen allerlei Blödsinn angestellt haben. Heute ist er allerdings ein erfolgreicher Geschäftsmann und Workaholic, ziemlich arrogant und sehr von sich selbst überzeugt. Er soll das Anwesen für den Erben möglichst gewinnbringend verkaufen.Neben der emotionalen Geschichte sorgt vor allem Belvedere selbst für unglaublich viel Unterhaltung. Da es dort an Junggesellen mangelt, stürzen sich sämtliche ledigen Frauen auf jeden potenziellen Mann. Besonders die aufdringlichen Mütter, die mit aller Macht versuchen, ihre Töchter unter die Haube zu bringen, haben mich mehrfach zum Lachen gebracht.Überhaupt steckt das Buch voller herrlich komischer Momente. Ich musste mehr als einmal laut lachen, besonders bei der ¿¿-Szene mit feurigem Nachspiel. Dazu kommen herrlich zweideutige Flirts und ein Running Gag, bei dem ich irgendwann nur nochdachte: Wie schwer kann es eigentlich sein, dass Elisa und Michael endlich miteinander vögeln?! Jedes Mal, wenn man denkt: Jetzt passiert's!, kommt die nächste Katastrophe um die Ecke. Es ist fast schon verhext und genau deshalb so unglaublich unterhaltsam.Neben all den witzigen Momenten bietet die Geschichte aber auch viele emotionale Augenblicke. Man fiebert mit Michael und Elisa mit, hofft auf ihr Happy End und genießt die Mischung aus Romantik, Familie und sommerlichem Wohlfühlflair. Besonders begeistert hat mich der Plot-Twist. Mit dieser Wendung habe ich überhaupt nicht gerechnet und sie hat mich wirklich umgehauen.Für mich ist No Place to be Single das perfekte Sommerbuch und eine rundum gelungene Wohlfühlgeschichte mit ganz viel Italien-Flair, Humor, Herz und einer Lovestory, bei der man bis zum Schluss mitfiebert.4,5/5 ¿¿