Nachdem ich mit dem zweiten Band in diese Reihe gestartet bin, wollte ich nun auch noch dem Cliffhanger weiterfolgen. Und war zunächt etwas überracht/ verwirrt... Denn ( auch ohne den ersten Band zum aktuellen Zeitpunkt gelesen zu haben) hatte ich die Reihe bzw. halt den Vorgängerband nicht als so spicy eingeordnet. Das ist jetzt erstmal grundsätzlich nicht wirklich etwas Schlechtes, aber irgendwie war ich darauf im ersten Moment ( in diesem Ausmaß) nicht eingestellt.
Die Geschehnisse gehen auf alle Fälle super spannend weiter, die Zwischenkapitel vom "Dirigenten" empfinde ich nach wie vor als etwas skurill und auch der Sinn der "Schlagzeilen" als Kapitelüberschriften erschließt sich mir leider immer noch nicht wirklich. Aber gut das sind ja alles nur so Kleinigkeiten. Von der Charakterkomposition ist auch dieser Teil auf alle Fälle (wieder) durchaus gelungen; der "verlorenen Sohn" der Familie Whitmore taucht wieder auf, damit ergeben sich so einige neue Themen ( u.A. eben diese hier doch sehr präsente Liebeslinie) und auch die Verbindung zu den Hauptprotagonisten der vorherigen Ereignisse ist gelungen. Was mich aber leider hier nicht wirklich überzeugen konnte, war dann die Auflösung. Es wurden so viele gute Ansätze und neue Facetten über die Geschichte hinweg herausgearbeitet und dann kam das Ende irgendwie so ein wenig überstürzt und die vermeintliche Dramatik, dass es (wieder) einen Toten gab konnte es dann für mich leider auch nicht mehr retten. Zusätzlich hatte ich auch ein wenig das Gefühl, dass die Romance-Anteile ( wie gesagt, grundsätzlich nicht schlecht, aber) den "Hauptkonflikt" zeitweise schon etwas arg in den Hintergrund gedrängt hat.
Alles in allem ein solider dritter Band, der für mich trotz wiederholt toller Charakterkomposition, aber leider den roten Faden der Reihe nicht ganz zufriedenstellend zuende führen konnte.
Und ohne einen Satz zum (Cover-) Design kann eine Rezension zu dieser Reihe natürlich auch nicht auskommen: wie schon beim zweiten Band sehr gelungen, mit gutem "Verbindungspotential" und hier ergibt es jetzt natürlich mit dem Trope "morally grey" auch von der Farbkonzeption noch mal mehr Sinn.